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Pressemitteilungen

RELIGIONEN: Regionale Woche der Brüderlichkeit im Ludwigshafener Heinrich-Pesch-Haus eröffnet / Schulen engagieren sich

Toleranz auf dem Stundenplan

ARCHIV-ARTIKEL VOM MONTAG, DEN 13.03.2017

Von unserem Mitarbeiter Ulli Heidelberger

LUDWIGSHAFEN. "Nun gehe hin und lerne" ist das Motto der Woche der Brüderlichkeit, die gestern im Ludwigshafener Heinrich-Pesch-Haus für die ganze Metropolregion eröffnet wurde. Für die Veranstalter ist der Sinnspruch, der auf einen jüdischen Gelehrten zurückgeht, "eine Einladung, Neues über Andere zu erfahren, Unterschiede wahrzunehmen und Erfahrungen zu sammeln", so Manfred Froese von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar. 

Für die Vertreter der teilnehmenden Schulen ist es gelebter Alltag, denn auf den Schulhöfen sind heute praktisch fast alle Nationalitäten, Kulturen und Religionen vertreten. Damit diese gut miteinander auskommen, wird auch außerhalb des Unterrichts Respekt und Toleranz vermittelt - und das auf vielfältige Weise. So war das Max-Planck-Gymnasium in Friesenheim ein Jahr lang "Abrahamschule" - benannt nach dem Stammvater der drei großen monotheistischen Weltreligionen. 

In Projektarbeiten, Vorträgen, Exkursionen und anderen Veranstaltungen haben sich die Schüler für Toleranz, Mitmenschlichkeit und interreligiösen Dialog eingesetzt - angefangen beim Eröffnungsimpuls zur Afrika-Vortragsreihe in der Friedenskirche über einen Besuch in einer Moschee und beim Fastenbrechen bis hin zur Abifahrt nach Weimar mit Besuch der Gedenkstätte Buchenwald. Eine Christin aus Bethlehem hat den Schülern aus ihrem Leben erzählt, "und im Musikunterricht haben wir indische Saiteninstrumente kennengelernt", berichtet Jessica Sobottka (16) im Gespräch mit dieser Zeitung. 

Bleibenden Eindruck hat auch das Schulfest hinterlassen, das als "Culture Days" mit kulinarischen und kulturellen Hinguckern aus allen Kontinenten gefeiert wurde. "Ein Video zum indischen Farbenfest habe ich noch immer auf meinem Handy", meint Amelie Luber (13). Den Abrahampokal, den das Max-Planck-Gymnasium im vergangenen Jahr für sein Engagement erhalten hat, gaben die Schüler nun turnusgemäß weiter. Nun kann die Karolina-Burger-Realschule plus ein Jahr lang zeigen, was sie drauf hat. "Wir planen einen Multivision-Rundgang", sagten Vertreter der Schüler in ihrer Präsentation. Vorgestellt werden sollen Orte, die in irgendeiner Weise mit einer Religion verbunden sind. Es soll etwas zu lesen, zu sehen und zu hören geben. Mehr wird noch nicht verraten. 

Auf der anderen Rheinseite hat die Gustav-Wiederkehr-Schule den Abraham-Pokal an das Moll-Gymnasium übergeben. "Wir sind noch längst nicht fertig", schrien die jungen Brückenbauer nach einer kreativen Performance ihrem Publikum zu. Auch dieses Jahr soll es bunt weitergehen, etwa beim Schulfest. Die Schüler wollen sich mit Kernbegriffen des Weltethos beschäftigen - Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit - in Form von Theaterstücken, Projektwochen und Exkursionen. 

Wie hochaktuell das Anliegen der Woche der Brüderlichkeit sei, betonte Oberbürgermeisterin Eva Lohse. Religiöser Fanatismus nehme wieder zu. Erst vor wenigen Wochen habe ein Zwölfjähriger versucht, auf dem Ludwigshafener Weihnachtsmarkt eine Bombe zu zünden. Wie gehe man damit um? Indem man aufpasst, dass die Saat des Hasses in der Gesellschaft nicht aufgeht. "Wenn wir unseren Nachbarn oder Mitschülern nicht mehr trauen, weil sie eine andere Religion haben, haben die Hassprediger schon gewonnen", betonte Lohse. 

© Mannheimer Morgen, Montag, 13.03.2017

SANDHOFEN: Einweihung neuer Räume für die Kernzeitbetreuung an der Gustav-Wiederkehr-Schule / Suche geht weiter

Wohnung bietet Kindern Platz

ARCHIV-ARTIKEL VOM FREITAG, DEN 10.06.2016

Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls

Ein Stück weit war den Verantwortlichen die Erleichterung noch ins Gesicht geschrieben. Als einen "Glücksfall" bezeichnete nicht nur Margret Stein-Greib die alte Hausmeisterwohnung an der Gustav-Wiederkehr-Grundschule. "Bereits seit Ende der Osterferien bietet sich dort für Eltern die Möglichkeit, eine Kernzeitbetreuung für ihren Nachwuchs in Anspruch zu nehmen", erklärte die Abteilungsleiterin der Diakonie. 

Bei einem kleinen Empfang dankte sie der Stadt für die Sanierung der Räumlichkeiten sowie dem verantwortlichen Architekten. Gleichzeitig konnte Stein-Greib eine Spende in Empfang nehmen. 600  Euro hatten Steffi Büttner und Andrea Filsinger als Geschenk für den Start des Betreuungsangebots im Namen des Vereins "Eltern aktiv" mitgebracht. Mit der Summe wollen die Verantwortlichen neues Spielzeug für die Mädchen und Jungen kaufen. 

Filsinger hat selbst Kinder an der Grundschule in Sandhofen. "Wir wissen deshalb genau um die Probleme der Eltern, wenn es darum geht, geeignete Betreuungsplätze für ihren Nachwuchs zu finden." Hier sei das Geld jedenfalls bestens angelegt, meinte ebenso Steffi Büttner. "Insgesamt vier Kindergruppen an drei Standorten im Stadtteil betreue die Diakonie mittlerweile, wie Birgit Mackert, zuständig für die Koordination, berichtete. 

Die Plätze seien heiß begehrt. An der Gustav-Wiederkehr-Schule sind es 32 Kinder, die zu den Kernzeiten von 7.30 Uhr bis 9  Uhr und dann wieder ab 12.15 Uhr betreut werden. "Wir haben lange nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht", erklärte Margret Stein-Greib. Bisher hätte sich die Diakonie mit einer Grundschulklasse abwechselnd einen Raum an der Bartholomäusschule teilen müssen. Das seien herausfordernde und nicht immer einfache Bedingungen für alle Beteiligten gewesen. Neben mehr Platz biete die ehemalige Hausmeisterwohnung auf den rund 120 Quadratmetern auch eine Küche. Zu Mittag gegessen werde aber im Café Bette, erzählte Margret Stein-Greib. Einen Speiseraum habe man eben nicht, so die Diakonie-Abteilungsleiterin. 

Immerhin steht den Kindern neben einem Hausaufgaben- und einem Ruheraum gleichfalls ein Spielzeugzimmer zur Verfügung. Dort steht unter anderem ein Tischkicker. "Die Mädchen basteln lieber und haben bereits die Fenster schön dekoriert", erklärte Mackert. "Die Eltern sind jedenfalls vom neuen Standort in der ehemaligen Hausmeisterwohnung begeistert", versicherte sie. Es gebe bereits weitere Anfragen, wie Stein-Greib erklärte. Die Suche nach schulnahen Standorten für Betreuungsangebote gehe also weiter. 

© Mannheimer Morgen, Freitag, 10.06.2016

NECKARAU: Auf dem Areal des Gemeinschaftswerks Arbeit und Umwelt erleben Gustav-Wiederkehr-Schüler beim Tümpeln eine neue Welt

Molche und Riesenlibellen

ARCHIV-ARTIKEL VOM MITTWOCH, DEN 08.06.2016

Von unserer Mitarbeiterin Sylvia Osthues

"Guck mal, das ist ein Molch", zeigt Lia ganz aufgeregt ihrer Klassenkameradin Madeleine. "Ich glaub', das ist eine Riesenlibelle - ich habe einen guten Fang gemacht", ist Dominik überzeugt. Lia, Dominik und die anderen Schüler der Klasse 4a der Gustav-Wiederkehr-Schule in Sandhofen erforschten das Leben im kleinen Teich auf dem Gelände des Gemeinschaftswerks Arbeit und Umwelt. 

Anschließend begutachteten sie die erstaunlichen Geschöpfe durch das Binokular. Deniz Savasci, die Verwalterin des städtischen Geländes am Stollenwörthweiher mit Schullehr- und Ökopfad, das von 40 festangestellten und weiteren Ein-Euro-Job-Kräften des Stadtteilservices gepflegt wird, empfing die muntere Gästeschar sowie Umweltbürgermeisterin Felicitas Kubala gemeinsam mit Klaus-Peter Sauter. Der frühere Geschäftsführer des Gemeinschaftswerks Arbeit und Umwelt vertrat den jetzigen Amtsinhaber Alexander Manz. 

Beim Tümpeln mit Lina Stelzig und Mario Giacone, beide absolvieren ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Amt für Baurecht und Umwelt, lernten die 27 Schüler aus Sandhofen das Leben der Tiere rund um unsere heimischen Gewässer kennen. Es war für die Grundschüler schon eine ganz besondere Sache, den "Lebensraum Wasser" aktiv beim Keschern und anschließendem Bestimmen der Tiere zu erleben. "Das macht Spaß", erklärte Emanuele mit leuchtenden Augen. Beim Tümpeln beobachteten die Schüler mit wachsender Begeisterung all die faszinierenden Lebewesen, die sich dort tummelten. Es war für die Zehn- bis Elfjährigen ein Ausflug in eine völlig neue Welt. Zwischen Schilf und Seerosen schwammen die sonderbarsten Lebewesen - Tiere, die über das Wasser laufen können, oder Molche, die anfangs im Wasser leben und wenn sie ausgewachsen sind auf das Land krabbeln. 

Sven Lauke, Student der Biologie, half den wissbegierigen Kindern beim Bestimmen der Tiere anhand von Karteikarten. Bürgermeisterin Kubala erklärte: "Umweltpädagogik ist wichtig, was man kennt, das schätzt man. Wissen um Natur heißt sensibler, respektvoller mit umgehen, und es macht Spaß." Das Tümpeln wurde von den Mitarbeitern im FÖJ selbstständig organisiert und durchgeführt. Der Sachgebietsleiter für Naturschutz, Roland Köhler, berichtete: "Das Naturerlebnis für Schulklassen wird sehr gut angenommen; seit dem Jahre 2001 haben rund 300 Schulklassen daran teilgenommen." 

Lehrerin Sabine Knebel fand das Naturerlebnis "super für die Kinder". Das mache erkennbar jedem Spaß. Es sei interessant für die Kinder, wenn sie das mal selber machen könnten. 

Da lernten sie mehr, als wenn sie das nur im Unterricht erklärt bekämen: "Da werden ganz andere Kanäle angesprochen, das ist entdeckendes Lernen und für Kinder ab und zu ganz wichtig", sagte sie. 

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 08.06.2016

SANDHOFEN: Fahrradturnier der Gustav-Wiederkehr-Schule mit Hindernissen

Schüler absolvieren Parcours

ARCHIV-ARTIKEL VOM FREITAG, DEN 13.05.2016 

Sehr gewissenhaft nahmen die Buben und Mädchen am diesjährigen Fahrradturnier auf dem Hof der Gustav-Wiederkehr-Schule teil. Bei diesen vom ADAC ausgerichteten Turnieren für Schulkinder ab acht Jahren ist vor allem die Beherrschung des eigenen Fahrrades gefragt. 

Auf einem Parcours auf dem Schulhof galt es für die jungen Verkehrsteilnehmer, nicht nur ihr Fahrrad in schwierigen Situationen zu beherrschen und lenken zu können. Die aufgestellten kleinen Klötzchen als Hindernisse zeigten sich als eine der schwierigsten Übungen. Der kleine Wendekreis trug dazu bei, dass viele der Klötzchen umfielen. Die Schüler mussten auch zeigen, dass sie an schmalen und engen Stellen unfallfrei vorbeikommen. 

Damit alles richtig bewertet werden konnte, stellten sich Eltern und Großeltern als Helfer zur Verfügung. Ehe sich die Kinder aber auf ihre Fahrt auf dem Schulhof machen konnten, mussten sie erst die "Kontrollstelle" von Rektorin Sibille Krappel und Konrektor Florian Hildenbrand passieren. 

Normalerweise kontrollieren Beamte des Polizeireviers Sandhofen die Fahrräder der Kinder auf Verkehrs- und Betriebssicherheit. Bei diesem Turnier übernahm Konrektor Florian Hildenbrand, gekennzeichnet mit dem Polizei-Fahrradhelm, diese Aufgabe. So manches der Kinder bekam, wenn nicht alles in Ordnung war, für die Eltern eine "Mängelliste" mit. 

Alle Teilnehmer wurden am Ende des Fahrradturniers mit einer Urkunde ausgezeichnet. Die Verkehrsbeauftrage der Gustav-Wiederkehr- Schule, Lehrerin Monika Joos, zeigte sich mit den Schülern, die ernsthaft daran teilgenommen haben, sehr zufrieden. Ihr Dank richtete sich auch an die Helfer aus der Elternschaft. 

Bei den Mädchen Jahrgang 2005/06 siegte Giada Catalano vor Eileen Tatliak und der Drittplatzierten Lilly Mader. Im Jahrgang 2007 holte sich Birke Knauff den Titel. Bei den Jungen Jahrgang 2005/06 hatte Nanuk Heitz die Nase vorn, 2. Djordje Boskan und 3. Milan Kragic. eng

© Mannheimer Morgen, Freitag, 13.05.2016

SANDHOFEN: Wiederkehr-Schule beim ADAC-Turnier

80 Schüler steigen auf die Räder

ARCHIV-ARTIKEL VOM MITTWOCH, DEN 20.04.2016

"Lernen mit Spaß" lautet das Motto, wenn die Gustav-Wiederkehr-Schule mit knapp 80 Kindern am Mittwoch, 4. Mai von 7.50 Uhr bis 9.30 Uhr zum ADAC Fahrradturnier einlädt. An den Start gehen alle drei vierte Klassen. Bei Regenwetter wird die Veranstaltung auf Mittwoch, 11. Mai verschoben. 

"Spätestens bei der selbstständigen Teilnahme am Straßenverkehr müssen Kinder und Jugendliche ihr Fahrrad sicher beherrschen - eine Voraussetzung, die viele Mädchen und Jungen nur teilweise erfüllen", beklagt Alexa Sinz vom ADAC-Nordbaden. 

Unter dem Motto "Mit Sicherheit ans Ziel" biete der ADAC mit dem Fahrradturnier jungen Radfahrern im Alter von acht bis 15 Jahren ein praxisnahes Übungsprogramm. 

Helmpflicht groß geschrieben 

Auf einem etwa 200 Meter langen Parcours mit acht Aufgaben können die Kinder spielerisch wichtige Fahrtechniken einüben, die sie im Straßenverkehr beherrschen müssen. Beim abschließenden Turnier testen die Kinder ihr Fahrkönnen. "Kluge Köpfe schützen sich, das heißt, alle Teilnehmer fahren mit Helm", betont Alexa Sinz ganz ausdrücklich. Außerdem werden zu Beginn alle Fahrräder auf Verkehrssicherheit überprüft. 

Am Ende erhalten alle Teilnehmer Urkunden. Die Sieger können sich über Stadt- und Landesmeisterschaften bis zum großen Bundesfinale und dort für das Europaturnier qualifizieren. Das ADAC Fahrradturnier wird bundesweit angeboten. Jährlich nehmen über 250 000 Kinder und Jugendliche an diesem Programm teil. mai/zg

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 20.04.2016

SANDHOFEN: Sommertagszug mit Porsche-Traktor und kunterbunten Stecken

Grüne Beutel als Mode-Hit

ARCHIV-ARTIKEL VOM MITTWOCH, DEN 23.03.2016

Schon bevor der Sommertagsumzug in Sandhofen begann, strömten zahlreiche Kinder mit ihren Eltern in den Hof der Gustav-Wiederkehr-Schule. Dort wurden bunte Sommertagsstecken verkauft, die mit leckeren Laugenbrezeln bestückt waren. Es gab Stecken mit Hasen, Sonnen, bunten Fischen und Schafen, einige Kinder hatten auch farbenfrohe Stirnbänder aus Pappe auf, an die kleine Käfer oder Blümchen geheftet worden waren. Und der modische Hit des Frühlings waren grüne Müllbeutel, die aufgeschnitten als Kleid oder Umhang dienten, mit bunten Frühlingsbildern beklebt. 

Schneemann in Flammen 

So ausgestattet konnten sich die Kinder auf den Weg zum Karl-Schweizer-Park machen, wo der Winter verbrannt wurde. Den Schneemann hatten Frauen von "Eltern aktiv" gebastelt: "Eine hat den Stoff zusammengenäht, eine andere hat ihn ausgestopft und ich habe ihn dekoriert", erklärte Stefanie Büttner. Seit Jahren organisiert die Elterninitiative den Sommertagsumzug in Sandhofen, er ist schon eine richtige Tradition geworden. Auch, dass der Umzug vonFahrzeugen der Oldtimer- und Traktorfreunde begleitet wird, gehört dazu. Der Schneemann höchstpersönlich fuhr auf einem Anhänger, der von einem feuerroten Porsche-Traktor gezogen wurde. So nobel reist sicherlich kein anderer Winter in Mannheim. 

Und auch einige Gruppen hatten sich in diesem Jahr zusammen gefunden und waren mit geschmückten Bollerwagen gekommen. Und noch etwas war anders in diesem Jahr: Es gab keine Musikgruppe, die mitlief. Das Drum and Bugle Corps "Golden Lions" konnte keine Musiker schicken, da es sich gerade im Umbruch befindet und die jungen Musiker noch nicht so weit sind, wie Büttner berichtete. Also musste der gute, alte CD-Spieler herhalten. Aber auch da konnten die Kinder die Texte mitsingen und wussten von "Alle Vögel sind schon da" über "Winter adé" bis zu Rolf Zuckowskis "Frühlingslied" Bescheid. Hinter dem Polizeiwagen fuhr der Winter mit dem Porsche-Traktor, dann folgten die Kinder. Von der Kriegerstraße ging es in den Karl-Schweizer-Park, wo der Winter bekam, was er verdient: Er ging in Flammen auf - um einem hoffentlich warmen Frühling Platz zu machen. aso

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 23.03.2016

 

WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT: Gustav-Wiederkehr-Schule und Max-Planck-Gymnasium (Ludwigshafen) jetzt neue Träger des Abraham-Pokals

„Wir sind doch ganz normale Menschen“

ARCHIV-ARTIKEL VOM MONTAG, DEN 14.03.2016

Von unserer Mitarbeiterin Helga Boschitz

Anderen Kulturen und Religionen näher zu kommen, ist überhaupt nicht schwer, finden Kevin, Joelle und Halit, stellvertretend für ihre Mitschüler aus der Freien Interkulturellen Waldorf-Schule in der Neckarstadt. "Christen und Juden sind doch auch ganz normale Menschen", sagt der 12-jährige Moslem Halit. "Ich verstehe gar nicht, wie man andere wegen ihrer Herkunft oder Religion ausgrenzen kann", meint der gleichaltrige, dunkelhäutige Kevin. Und die blonde Joelle sagt: "Ich finde es toll, dass jede Religion so viele spannende Geschichten zu erzählen hat." 

Die Waldorf-Schüler aus Mannheim tun sich vielleicht leichter als andere, Offenheit und Toleranz zu leben. Ihre Schule, in der knapp 300 Jungen und Mädchen aus 35 Nationen miteinander lernen und leben, erledigt täglich ihre Hausaufgaben im Fach "Interkultureller Austausch". Begegnungen mit Menschen anderer Herkunft sind hier an der Tagesordnung, Verständnis und Verständigung entsprechend ausgeprägt. 

Respekt und Akzeptanz 

Doch auch den Kindern der Ludwigshafener Goetheschule Nord, im vergangenen Jahr ebenfalls "Abraham-Schule", ist es nicht schwergefallen, "in der Tiefe zu begreifen, dass ein gutes Miteinander auf gegenseitigem Respekt und Akzeptanz von Andersartigkeit basiert", wie es eine Lehrerin in schönstem Pädagogendeutsch formuliert. 

Ein Jahr lang haben sich die Träger des Abraham-Pokals in Projekten und vielen Aktivitäten intensiv damit befasst, wie das Zusammenleben in Vielfalt gelingen kann. Sie haben Begriffe wie "Toleranz", "Fremdenfeindlichkeit" und "Antisemitismus" mit Leben gefüllt, haben religiöse Feiern wie das Pessach-Fest oder das islamische Opferfest besucht, sich in der Synagoge, der Moschee und der Kirche herumführen lassen, Pflastersteine besichtigt, Vorurteile analysiert und nicht zuletzt viel miteinander gelacht, gesungen, gegessen und getanzt. 

Neue Erfahrungen und tiefgreifende Erlebnisse also, auf die sich die 360 Schülerinnen und Schüler aus 15 Ländern der Gustav-Wiederkehr-Schule im Mannheimer Norden noch freuen dürfen. Die Grundschule wird - ebenso wie das Max-Planck-Gymnasium Ludwigshafen - in den kommenden zwölf Monaten Trägerin des Abraham-Pokals sein. Klar, dass sich die neuen Abraham-Schulen viel vorgenommen haben. 

Schon bei der feierlichen Pokalübergabe machten Mädchen und Jungen der Gustav-Wiederkehr-Schule ihr Engagement deutlich - und bezogen dabei sehr kreativ das Motto der diesjährigen Woche der Brüderlichkeit ein: "Um Gottes Willen". In fantasievollen Spielszenen zeigten die Kinder, wie unbedacht der Ausruf "Um Gottes Willen!" immer wieder fällt, und fragten nach, was mit dem "Willen Gottes" tatsächlich gemeint sein könnte. Der Abraham-Pokal ist seit nunmehr 15 Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Veranstaltungswoche, die in der Region Rhein-Neckar als "erfolgreicher Brückenschlag zwischen Religionen, Städten sowie Jung und Alt" gesehen wird. Bei der Eröffnung im mit rund 400 Besuchern fast überfüllten Festsaal der jüdischen Gemeinde nahm Manfred Froese, der Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar, das Motto der Woche zum Anlass, auf das aktuelle Weltgeschehen zu zeigen: "Vorgeblich 'um Gottes Willen' werden Menschen ermordet, verfolgt und vertrieben", sagte er in seiner Ansprache. 

Frieden und Toleranz 

Wer aber ein Miteinander in Frieden und Toleranz wolle, könne das Motto nur als Aufforderung verstehen: "Um Gottes Willen, wir müssen etwas tun!" Auch Mannheims Jugendbürgermeisterin Ulrike Freundlieb bekräftigte, nichts könne für den Aufbau eines wirklich gelungenen Miteinanders geeigneter sein als "die Verantwortung dafür nicht nur selbst zu tragen, sondern auch in die Hände der jungen Menschen zu geben." 

© Mannheimer Morgen, Montag, 14.03.2016

 

SANDHOFEN: Gustav-Wiederkehr-Schule und TSV organisieren wöchentliche AG für Grundschüler / Motorik und Konzentration gefragt

Karate-Kinder klasse in Form

ARCHIV-ARTIKEL VOM MITTWOCH, DEN 24.02.2016

Von unserem Redaktionsmitglied Simone Jakob

"Den linken Fuß ranziehen, auf der rechten Ferse drehen und mich die ganze Zeit über anschauen", ruft Salvatore Messina und macht seinen Schützlingen die geforderten Bewegungen langsam vor. Jeden Donnerstag treffen sich die Grundschulkinder der Karate-AG, um in der Turnhalle der Gustav-Wiederkehr-Schule die asiatische Kampfkunst kennenzulernen. "Wir schulen Grobmotorik, Konzentration und Körperhaltung, stärken das Selbstvertrauen und bauen Aggressionen ab", nennt der Kursleiter nur einige Ziele der Sport-AG, die in Zusammenarbeit mit dem TSV Sandhofen organisiert wird. 

Nach dem Aufwärmen beginnt Messina jede Einheit mit der Begrüßungszeremonie: Die vier Mädchen und sechs Jungs stellen sich ihrem Trainer gegenüber in einer Reihe auf und verbeugen sich. "Karate beginnt und endet mit Respekt", erklärt der Trainer, während die Kinder laut "Rei" rufen. "Drehpunkt ist die rechte Ferse, der rechte Fuß ist vorne und alle über die linke Schulter zu mir schauen", sagt Messina und zeigt, was er genau von seinen Schützlingen möchte. 

"Mist, schon wieder das falsche Bein vorne. Das ist schon ziemlich schwierig", findet Jamie und müht sich mit der Fußfolge ab. Bevor es an die Armtechniken geht, steht Linien fangen auf dem Programm, "damit sich die Schüler ein bisschen austoben können, sonst lässt die Konzentration nach", weiß Messina. Nach fünf Minuten toben stellen sich Ivan Lukas, Michal, Jamie und Marlon wieder brav in einer Reihe auf. "Es geht weiter", flüstert Jamie. "Ok, jetzt die linke Hand ans rechte Ohr und die rechte Hand an die Hüfte", erklärt der Trainer, der mit Lia und Caterina zwei seiner TSV-Schützlinge mitgebracht hat, die ihn als Nachwuchstrainerinnen unterstützen. 

Die beiden Mädchen mit den weißen Karatehosen machen die verlangten Bewegungen vor, so dass ihre Schulkameraden sie abschauen können. Beim "Schnellstart" zählt ein Schüler, und die Gruppe macht die Bewegungen blitzschnell nach. Am Ende der Folge donnert ein lautes "Kiai" durch die Halle. "Der Kampfschrei ist cool", findet Marlon, der die Übungen mit den geballten Fäusten sehr sorgfältig macht. 

Abwehr und Angriff 

"Wenn wir jetzt Fuß- und Armtechniken zusammensetzen, habt ihr alles, was ihr für die erste Kata braucht", sagt der Trainer. "Die Kata ist eine Art Choreographie aus Angriffs- und Abwehrtechniken, die einem festgelegten Muster folgt. Freies Kämpfen lehren wir in der AG nämlich nicht", erklärt Messina, der selbst den schwarzen Gürtel trägt. 

"So jetzt alles zusammen", verlangt er noch einmal volle Konzentration. "Wenn ihr es vernünftig macht, spielen wir hinterher noch." Blitzschnell fliegen Arme und Beine durch die Luft, dann rufen die Kinder aus voller Kehle "Kiai" und sind sichtlich stolz, dass die erste Kata echt gut geklappt hat. 

"Die Kata einüben macht mir wirklich am meisten Spaß, weil man sich da sehr gut konzentrieren muss", erzählt Lia nach dem Training. "Wenn man regelmäßig übt, genau zuhört, was der Trainer sagt, und keinen Quatsch macht, dann geht es eigentlich ganz leicht - auch die Drehungen", findet Caterina. Wie Lia trainiert sie beim TSV und ist vom "Weg der leeren Hand" - wie man das Wort Karate am besten übersetzen kann - begeistert. "Das ist auch für Mädchen sehr gut, weil man lernt, sich zu verteidigen. Und außerdem kann man Gürtelfarben bekommen", sagt sie grinsend. 

Damit die Kinder die neu gelernten Fuß- und Armfolgen nicht vergessen, gibt Messina ihnen als "Hausaufgabe" das Arbeitsblatt mit der Karatemaus mit. "Bitte den rechten Fuß und die rechte Hand mit Rot ausmalen." 

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 24.02.2016

Mentalcoach in der Grundschule

 

SANDHOFEN.Die Grundschul- kinder der dritten Klassen der Gustav-Wiederkehr-Schule sind hochkonzentriert, während sie erfolgreich Buchstaben und vorgegebene Bewegungen kombinieren. Die Begriffe „vorne – hinten – rechts – links“ erhalten auch hier mit bestimmten Bewe- gungsmustern eine völlig neue Wahrnehmung. Bei dem einen oder anderen gerät so manches mit zunehmender Schwierig- keit der Aufgabenstellungen durcheinander.

Sinn und Zweck des Ganzen erläutert ihnen der Mentalcoach Robert Bonnet, der die Kinder immer wieder zu neu- en Übungen motiviert und anleitet. Die Kinder erhalten an diesem Vormittag einen Einblick in die Funktionsweise ihres Gehirns – das wichtige Zusammenspiel beider Gehirnhälften. Sie erfahren an sich selbst, wie unterstüt- zend die Bewegung oder aber auch die Gefühle für einen Lernprozess sein können. Sie

erfahren jedoch gleichzeitig, wie gut jeder selbst darauf Einfluss nehmen kann über verschiedenartige Übungsprozesse, die das Zusammenspiel dieser beiden Gehirnhälften trainieren. Denn, so Bonnet, je größer dieses Zusammen- spiel beider Gehirnhälften ist, desto leichter kann jeder lernen, desto besser kann sich jeder Einzelne konzentrieren und desto gestärkter fühlt sich jeder in seiner Persönlichkeit. Alles Faktoren, die nicht nur in der Schule und beim Lernen eine wichtige Rolle spielen, sondern die Entwicklung der Kinder (und der Erwachsenen) unterstützen. Mit einer Ent- spannungsreise beendet der Mentalcoach diese ungewöhn- lichen Schulstunden.

Die Grundschulkinder hat- ten die Möglichkeit, an einem weiteren Nachmittag kosten- los an einer Trainingsstunde mit dem Mentalcoach teilzu- nehmen. Finanziert wurde das Projekt über die Organisation Sport für Gutes e. V.    zg                                                                 

© Nordnachrichten, 19.02.2016

 

SANDHOFEN: „Mental-Coach“ besucht Grundschule

Über das Zusammenspiel der Gehirnhälften

Einen Einblick in die Funktionsweise des Gehirns haben die Kinder an der Gustav-Wiederkehr-Schule erhalten. "Mental-Coach" Robert Bonnet erklärte, wie die beiden Gehirnhälften zusammenarbeiten. 

Die Drittklässler sind hochkonzentriert, als sie erfolgreich Buchstaben und vorgegebene Bewegungen kombinieren. Die Begriffe "vorne - hinten - rechts - links" erhalten mit bestimmten Bewegungsmustern eine völlig neue Wahrnehmung. Bei dem einen oder anderen gerät so manches mit zunehmender Schwierigkeit der Aufgabenstellungen durcheinander. Sinn und Zweck des Ganzen erläutert Robert Bonnet, der die Kinder immer wieder zu neuen Übungen motivierte. 

Die Kinder erfahren an sich selbst, wie unterstützend die Bewegung oder aber auch die Gefühle für einen Lernprozess sein können. Sie erfahren aber gleichzeitig, wie gut jeder selbst darauf Einfluss nehmen und das Zusammenspiel der beiden Gehirnhälften trainieren kann. Denn, so Bonnet, je besser dieses Zusammenspiel ist, desto leichter könne jeder lernen, desto besser könne sich jeder Einzelne konzentrieren und desto gestärkter fühle sich jeder in seiner Persönlichkeit. Alles Faktoren, die nicht nur in der Schule und beim Lernen eine wichtige Rolle spielen, sondern die Entwicklung der Kinder (und der Erwachsenen) unterstützen. 

Mit einer Entspannungsreise beendet der Coach diese ungewöhnlichen Schulstunden. Die Grundschulkinder haben die Möglichkeit an einem weiteren Nachmittag kostenlos an einer Trainingsstunde mit dem Mentalcoach teilzunehmen. Finanziert wurde das Projekt über die Organisation "Sport für Gutes". zg

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 20.01.2016

SANDHOFEN: Adventsmarkt rund um das Kriegerdenkmal lockt viele Besucher zu den 28 Buden / Keine Musikbeschallung wegen teurer Gebühren

Süße und scharfe Köstlichkeiten

Von unserer Mitarbeiterin Angelika Engler

Wird der Adventsmarkt auf ein anderes Wochenende verlegt? Findet er überhaupt statt? Es gab viele Fragen im Vorfeld des vorweihnachtlichen Festes in Sandhofen. 

Durch diese Unsicherheit waren sich auch viele Aussteller nicht sicher, ob sie, falls er denn stattfindet, noch kurzfristig daran teilnehmen. Doch wie so oft klärte sich am Ende alles auf; und mit Frank Loreth fand die Bürgervereinigung Sandhofen (BVS) auch einen verantwortlichen Ansprechpartner. 

Rund um das Denkmal bis in die Kriegerstraße hinein waren es wieder 28 Teilnehmer - viele von Anfang an dabei. Unter den Gästen begrüßte der Vorsitzende der BVS, Prof. Egon Jüttner, die Stadträtin Birgit Reinemund (FDP) und Wolfgang Raufelder (Grüne, MdL) sowie Vertreter des CDU-Bezirksbeirates, Vereinsvorsitzende und Vertreter aus der Wirtschaft. Sein Dank galt allen, ohne deren Hilfe der Adventsmarkt schon seit über zehn Jahren nicht stattfinden könnte, wie den Firmen Häffnerbau GmbH und Holzbau Diehl. Das Dankeschön galt auch allen Sponsoren, die diese Veranstaltung finanziell unterstützen. 

Den Besuch auf dem Adventsmarkt nutzten viele ganz bewusst, um dem Alltagsstress zu entfliehen und sich mit Freunden und Bekannten zu treffen, so Jüttner. Vor der kleinen Andacht zum Advent mit Pfarrerin Gisela Höflinger, Erzpriester Georgios Basioudis und Gemeindereferentin Sandra Waindok sang der Kirchenchor der Dreieinigkeitsgemeinde unter Leitung von Oktavio Yang. 

Leckereien und Gedränge 

Nicht nur die liebevoll dekorierten Hütten, auch die köstlichen Düfte, die aus manchen der Buden strömten, zogen die Besucher an. Am Stand der Sandhofen- und der Gustav Wiederkehr-Schule gab es wieder leckere selbst gebackene Plätzchen. Von Anfang an dabei sind die "Hüttenzwerge", ehemalige Handballspieler des TSV Sandhofen, an deren Stand, ebenso beim benachbarten AOS Sandhofen mit dem köstlichen Chili, herrschte Gedränge. 

Dank des neuen engagierten Jugendvorstandes Michael Schnell war auch der Wassersportverein zum zweiten Mal vertreten. Hier gab es leckere und selbst gebackene Pizzabrötchen. Der Vorsitzende des WSV, Ralf Frödert, sorgte bei dem "stillen" Adventsmarkt, da die GEMA-Gebühren nicht mehr zu stemmen seien oder auf die Teilnehmer umgelegt werden müssten, wenigstens mit seinem Leierkasten für weihnachtliche Weisen. 

Frohe Gesichter zeigten Freude darüber, dass Milorad Hoffmann wieder mit seinen beliebten Hefepfannkuchen "Langos" vertreten war. Wie die Schulen, so war mit der Afrikahilfe Nyota e.V. schon seit Jahren ein weiterer für soziale Zwecke vertreten. An den Stand des MGV zog es die, die nicht nur ihren Hunger mit Bratwurst, Steaks oder, wie bei dem Stand der Griechen, mit Souflaki stillen wollten, sondern eher der deftigen hausmacher Wurstbrote zusagten. 

Am Sonntag füllte sich, wie immer bevor der Nikolaus kommt, der Markt mit den vielen Kleinen und ihren Eltern. In diesem Jahr schlüpfte Kai Schäfer von den Oldtimer- und Bulldogfreunden in das Kostüm des St. Nikolaus. Um sich die Zeit des Wartens nicht nur auf den Nikolaus, sondern auf das, was er in seinem Grabbelsack mitbrachte, zu verkürzen, riefen ihn die Kinder mit Liedvorträgen und dem Aufsagen von Gedichten herbei. 

© Mannheimer Morgen, Freitag, 11.12.2015

SANDHOFEN: Rund 500 Besucher verfolgen, wie die Bürgervereinigung den Weihnachtsbaum anknipsen lässt

Stich erstrahlt im Lichterglanz

"Ho, ho, ho, ho!" Schon von weitem klang das Rufen der 250 verkleideten Weihnachtsmänner, angeführt vom Vorsitzenden des Förderkreises der Gustav-Wiederkehr-Schule, Thorsten Hof, durch die Schönauer Straße in Richtung Stich. Dort warteten bereits die rund 500 Besucher der diesjährigen Weihnachtsbaum-Beleuchtung, zu der die Bürgervereinigung Sandhofen eingeladen hatte. 

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Gesellschaft und Soziales, Roland Keuerleber, begrüßte unter den Gästen Landtagspolitiker Dr. Stefan Fulst-Blei, die Bezirksbeiräte Wilken Mampel, Frank Loreth und Gerhard Siegmann sowie Pfarrer Wolfram Langpape von der Dreieinigkeitsgemeinde. Keuerleber dankte vor allem den Firmen Häffner Bau und Holzbau Diehl. Die hatten dafür gesorgt, dass der große Weihnachtsbaum nun am Stich steht, dessen Beleuchtung die Firma Elektro Herbel sicherstellt. Keuerleber dankte auch Ursula und Horst Knoop. Sie hatten die Tanne aus ihrem Garten zur Verfügung gestellt. 

Der erleuchtete Weihnachtsbaum sei ein zentrales Symbol für eine lebendige Gemeinschaft im Advent und zur Weihnachtszeit, so Prof. Egon Jüttner in seiner Rede. Er sei auch ein Symbol für die Botschaft des Weihnachtsfestes, das von Frieden auf Erden verkünde. Bereits zum siebten Mal beleuchte ein Weihnachtsbaum am Stich das Ende des dunklen Novembers, dem Monat, der in der Kirche der Trauer und der Buße gewidmet sei. 

Jüttner dankte allen ehrenamtlichen Helfern, die wieder zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Sein Dank galt auch Wolfgang Merz, der die Kinder mit Süßigkeiten aus seinem "Krabbelsack" beschenkte. Zur Begrüßung sangen kleine und große Besucher "Niklaus ist ein guter Mann". Für den musikalischen Rahmen sorgten danach die Altrhein-Musikanten sowie die "Golden Lions" in einer neuen Formation. Insgesamt 150 Liter Glühwein schenkte die Firma Paul Dental kostenlos an die Besucher aus, für die Kinder gab es heißen Orangensaft. Selbstgebackene Waffeln gab es wieder am Stand des Reit- und Fahrvereins. eng

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 02.12.2015

SANDHOFEN: Der Liedermacher und Kinderbuchautor Hartmut E. Höfele begeisterte die Kinder in der Bibliothek

„Wer Fremdes kennt, hasst es nicht“

Von unserem Redaktionsmitglied Eva Baumgartner 

Überall auf der Welt gibt es Musik, singen Kinder Lieder in den verschiedensten Sprachen. Auch in der Zweigstelle der Stadtbibliothek in Sandhofen: Dort machten Grundschüler am Mittwoch eine multikulturelle Musikreise "In 80 Tönen um die Welt". Als Reiseleiter hatte die Zweigstellen-Leiterin Cordula Kiel den Liedermacher Hartmut E. Höfele eingeladen. 

Nicht zu halten 

Voller Vorfreude nehmen die Grundschüler der Bartholomäus- und der Gustav-Wiederkehr-Schule auf den Stühlen in der Bücherei Platz. Doch lange sind sie auf den Sitzen nicht zu halten: Der Liedermacher fordert die Jungen und Mädchen immer wieder zum Mitmachen auf. Sie strecken Hände in die Luft, singen lauthals selbst schwierigste Texte mit und sprechen fremde Wörter nach. 

Zur Einstimmung reisen die Schüler ins ferne Afrika, lernen ganz nebenbei Suaheli und dürfen sich zum Klang der Naturtrompete sogar etwas wünschen. Immer wieder gibt es kleine Reisestopps, dann dürfen die Kinder mit zu Höfele nach vorne, singen "Drei Chinesen mit dem Kontrabass", machen Bauchtanz, drehen sich im Kreis oder "miauen" den chinesischen Gruß "Ni hao" so gekonnt, dass Höfele seine Gäste gleich zum "1. Sandhofer Kinderchor" macht. 

Auf Höfele ruhen stets die Augen seiner kleinen Gäste, auf seiner Gitarre, wenn er spielt, auf seinen Lippen, wenn er mal so tief wie Räuber Hotzenplotz singt und mal so piepsig-hell wie Mickey Mouse. Kinder, die aus italienischen, türkischen oder polnischen Familien stammen, dürfen nach vorne kommen und in ihrer Sprache singen oder einfach nur zählen - und kehren ganz stolz auf ihren Platz zurück. 

Nach einer langen Fahrt kommen die Grundschüler nicht weit von Zuhause wieder an: In der Schweiz lernen sie mit einem ganz einfachen Trick das Jodeln: "Sagt einfach 'hol ein Radio'", fordert Höfele sein Publikum auf - und es klappt! 

Tropfen auf den heißen Stein 

Mit seiner Arbeit möchte der Musiker das interkulturelle Lernen fördern und wünscht sich, dass diese Arbeit in allen Kindergärten und Schulen stattfindet: "Ich weiß, mein Programm ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber ich bin mir sicher: Wer fremde Kulturen kennt, der hasst sie nicht." 

© Mannheimer Morgen, Freitag, 27.11.2015

SANDHOFEN: Weihnachtsbaum und großer Kalender

Stadtteil-Start in den Advent 

Mit der Weihnachtsbaumbeleuchtung der Bürgervereinigung und dem Start des Adventskalenders läutet Sandhofen den Advent ein. 

Der Weihnachtsbaum am Stich wird am Samstag, 28. November, um 17 Uhr angeknipst. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von den Altrhein-Musikanten. Vom Hof der Gustav-Wiederkehr-Schule ziehen zuvor kleine und große Nikoläuse an den Stich. Bei Glühwein und Punsch können die Gäste sich dort dann erwärmen. Dazu backt die Jugend des Reit- und Fahrvereins frische Waffeln und Crêpes. Die Ansprache hält der Vorsitzende der Bürgervereinigung Sandhofen, Egon Jüttner. Für die kleinen Gäste hat der Nikolaus wieder Süßigkeiten in seinem Krabbelsack. 

Noch Fenster zu vergeben 

Zum dritten Mal heißt es in diesem Jahr auch wieder "Ganz Sandhofen ein Adventskalender". Jeden Tag im Advent geht im Stadtteil abends um 18 Uhr ein Rollladen hoch, und es erscheint ein geschmücktes Adventsfenster. Dabei wird gesungen und eine Geschichte gehört. Jeder "Gastgeber" kann sein Fenster und die kurze Feier (circa eine halbe Stunde) selbst gestalten. Das erste Fenster wird am Sonntag, 29. November, um 18 Uhr am Katholischen Gemeindehaus geöffnet. Die Orte aller weiteren Fenster sind ersichtlich in den Schaukästen bei den Kirchen und in den Kindergärten. Für die vier Termine 3., 6., 12. und 19. Dezember werden noch "Gastgeber" gesucht. Infos bei Lilli Freund, Tel. 0621/78 34 05. red/imo

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 25.11.2015

SANDHOFEN: Gustav-Wiederkehr-Schule feiert Schulfest zum Thema „Wasser“

Unterseeboot nimmt Kinder mit auf Reisen

Von unserer Mitarbeiterin Angelika Engler

"Komm mit Gustav auf die spannende Reise der Unterwasserwelt". Das Motto "Wasser" zog sich durch fast alle Spielstationen beim Schulfest der Gustav-Wiederkehr-Schule in Sandhofen. 

Dass Wasserspiele den Kindern Spaß machen, war nicht nur zu sehen, sondern auch von weitem schon zu hören. Ganz schlaue Schüler brachten sich ihre eigenen Sprühflaschen mit, mit denen sie sich immer wieder abkühlten. 

Bei diesem Schulfest gab es viele Dinge, die der Nachwuchs erforschen oder entdecken konnte. So wurde den Kindern vermittelt, dass Fische überleben können, wenn man sie aus dem schmutzigen Wasser "befreit" und ihnen hilft, in sauberes Gewässer zu kommen. Schätze galt es nicht nur im Sand, sondern auch im Wasser zu suchen beziehungsweise zu angeln. An der passenden Spielstation des Vorsitzenden des Förderkreises, Thorsten Hof, fischten die Jungen und Mädchen mit verbundenen Augen allerlei "Meeresschätze" aus einem Pool. Während manche Spaß am Angeln oder beim Goldschätze stapeln hatten, war bei den "Wassernixen" Geschicklichkeit beim Sackhüpfen gefragt. Die Sieger nahmen ihren Preis von Gloria Stupp dankbar an. 

Unterseeboot auf Kurs 

An weiteren, sehr gut besuchten Spielständen, konnten die Schüler ein Meeresperlenspiel bastel oder beschäftigten sich mit Muschelketten und Schildkröten. Nicht fehlen durfte ein Quiz, bei dem die Kinder Meerestiere erraten sollten. Das Unterseeboot, die "Yellow Submarine", fuhr ständig durch den Schulhof und nahm alle mit auf die Reise unter Wasser, ohne in den Hafen einzulaufen. Das U-Boot machte auch Station bei Cordula Kiel und Elisabeth Weingärtner von der Bücherei, bei denen man selbst entworfene Buttons erstellen konnte. Großer Andrang herrschte an dem in einem Klassenzimmer aufgestellten "Selfie Automat", den Foto Mechnig für das Schulfest kostenlos zur Verfügung stellte. Dort konnten die Kinder ihre eigenen Unterwasserfotos, nicht ohne gefährliche Tiere im Hintergrund, machen. 

Dass die Lehrer in der Schule den Kindern nicht nur Deutsch oder Mathe vermitteln, sondern dass man mit ihnen auch Spaß haben kann, zeigte die Schulleiterin Sibille Krappel mit ihrem Kollegium. Verkleidet als Meerestiere oder mit Schwimmflügeln, liefen sie als Unterseeboot auf dem Schulhof ein. Gesteuert wurde das U-Boot von ihr und dem stellvertretenden Schulleiter Florian Hildenbrand als Kapitäne. 

Die Schulleiterin Sibille Krappel dankte allen Eltern, die sich als Helfer zur Verfügung stellten. Ihr Dank galt auch dem Förderkreis, Elternbeirat, dem Kollegium und den Ersthelfern vom DRK Ortsverband Sandhofen. Der ASB war mit einem Spielstand vertreten. 

© Mannheimer Morgen, Freitag, 17.07.2015

SANDHOFEN: Wiederkehr-Schüler besuchen das Ökomobil

Die Natur erkunden

Die Klassen 3 b und 3 c der Gustav-Wiederkehr-Schule machten kürzlich Station am Ökomobil, das beim Lehrgarten Sandhofen Station gemacht hatte. Das Ökomobil ist ein rollendes Naturschutzlabor. 

Zunächst lernten die Kinder bei einem lustigen Spiel zwei Pflanzen kennen: den Reiherschnabel und die Mäusegerste. Dann durfte der Nachwuchs im Ökomobil Platz nehmen. Von Dr. Daniel Baumgärtner vom Regierungspräsidium erfuhr die Klasse, dass der sandige Boden rund um Sandhofen aus den Alpen kommt und zerriebenes Gestein ist. Auf die Frage, was Pflanzen denn so brauchen, wussten die Kinder schnell die richtige Antwort: Erde mit Nährstoffen, Licht, Wasser und Luft. Damit die Pflanzen auf sandigem Boden nicht vertrocknen, haben sie oft Wurzeln, die tief in den Boden reichen. Und welche Tricks haben sie, um nicht gefressen zu werden? Sie haben Stacheln, schmecken nicht gut oder sind giftig. 

Die Kinder bekamen nun in kleinen Gruppen die Aufgabe, in einem nahe gelegenen Naturschutzgebiet solche Pflanzen zu suchen und in einen Korb zu legen. Zurück im Ökomobil durften sie die Pflanzen unter dem Mikroskop anschauen. Jede Gruppe hatte auch ein kleines Tier gefangen. Baumgärtner legte nun die Raupen, Käfer und Spinnen nacheinander unter das Mikroskop, das die Tiere riesengroß auf einer Leinwand zeigte. Mit diesem Mikroskop wurde schließlich auch das Geheimnis gelüftet, warum Brennnesseln "brennen". Sie haben winzige scharfe Stacheln, die die Haut aufritzen, wenn man daran kommt. Dann lassen sie brennenden Saft herausfließen. 

Am Ende dieses Ausfluges war allen klar: In der Natur gibt es viele spannende Dinge zu entdecken. Die Kinder ließen die Tiere frei, die Pflanzen durften sie mitnehmen. zg

© Mannheimer Morgen, Freitag, 03.07.2015

SANDHOFEN: Bibliotheken aus Sandhofen, Lampertheim und Bobenheim-Roxheim feiern Abschluss des länderübergreifenden Leseförderprojekts „Lesen im kleinen Dreieck“

Kleiner Außenseiter ganz groß

Von unserem Redaktionsmitglied Eva Baumgartner 

Mit Musik, Theater und ganz vielen kleinen Kunstwerken feierte das Leseförderprojekt "Lesen im kleinen Dreieck" nun einen farbenfrohen Abschluss. Die Sandhofener Stadtbibliothek hatte die Aktion gemeinsam mit der Gemeindebücherei Bobenheim-Roxheim und der Stadtbücherei Lampertheim bereits zum fünften Mal organisiert - diesmal unter dem Titel "Anders sein". 21 Grundschulklassen waren mit dabei. 

Diesmal fand das große Finale "über dem Rhein" in Bobenheim-Roxheim statt. Schüler, Lehrer, Eltern sowie Vertreter der Bibliotheken aus allen drei Ortschaften reisten nach Rheinland-Pfalz, wo sie Roland Weber von der rheinland-pfälzischen Bibliothek begrüßte. Dort präsentierten die Dritt- und Viertklässler ihre Projekte, die sie zum Thema "Anders sein" verwirklicht hatten: Zu sehen gab es gebastelte, gezeichnete, gespielte und geschriebene Beiträge, Bilder, Gedichte und mehr. 

Grundlage aller Aktionen war das Buch, das im Mittelpunkt der länderübergreifenden Aktion stand: "Frerk Du Zwerg" von Finn-Ole Heinrich. Es handelt von einem ganz besonderen Jungen - dem Außenseiter Frerk. Und der hat es nicht immer leicht: Er muss Bügelfalten-Schick tragen und wünscht sich einen Hund. Doch weder Mutter noch Vater handeln in seinem Sinne. 

Aufwendiges Theaterstück 

Finn-Ole Heinrich besuchte auch die Mannheimer Schüler und las aus seinem Buch vor. Danach legten die Jungen und Mädchen in den drei Bundesländern los, bastelten farbenfrohe Eier aus Pappmaché mit wilden Frisuren, bemalten T-Shirts, setzten Passagen aus dem Buch in Kartons in Szene, bastelten Zwerge oder sangen Lieder. Die Klasse 3 b der Gustav-Wiederkehr-Schule hatte mit Lehrerin Monika Joos sogar ein Theaterstück einstudiert, das mit prächtiger Kulisse begeisterte. Für ihr aufwendiges Stück "Das Monster vom Blauen Planeten" hatten die Sandhofener sogar ein silbrig glänzendes Raumschiff über den Rhein geschafft. 

Am Ende des Tages konnte jede Klasse einen Zuschuss für die Klassenkasse mit nach Hause nehmen. Drei der 21 Klassen - darunter die Sandhofener Schüler - hatten zudem Glück und bekamen den Sonderpreis eines Sponsors, der die Schüler bald hinter die Kulissen seines Unternehmens blicken lässt. Das Spielmobil der Jugendförderung der Stadt Lampertheim war mit einem Parcours vor Ort, und die Band "Blind Foundation" begeisterte die Gäste unter anderem mit dem Kinderlied "Hänschen Klein", das sie in unterschiedlichen Musikstilen - vom Original über Oper, Jazz, Funk und Musikantenstadl-Version - als Querschnitt aus 500 Jahren zum Besten gab. Und mit dem Fußball-WM-Song "Ein Hoch auf uns" hatte die Gruppe, die aus zwei sehenden und zwei blinden Musikern besteht, die Kinder gleich auf ihrer Seite. "Es war eine ganz tolle und lockere Atmosphäre", war auch Cordula Kiel, Leiterin der Sandhofener Zweigstelle, begeistert. 

"Anders sein" war die fünfte Kooperation der drei Bundesländer. Zuvor lasen die Bibliotheken 2007 unter dem Motto "Abenteuer Weltraumwissen" miteinander, 2009 ging es ins "Abenteuer Mittelalter", 2011 standen "Krimis und Detektive" im Mittelpunkt und 2013 "Auf vier Pfoten: Hund - Wolf - Werwolf". Insgesamt 72 Schulklassen mit 1800 Kindern zwischen acht und zehn Jahren waren bislang dabei. 

Zu der Aktion in diesem Jahr gehörten zahlreiche Termine für die Grundschüler wie ein Comic-Zeichenkurs oder auch ein abendlicher Besuch im Tierpark Worms: "Das war eine ganz besondere Führung, der Park war schon leer und die Kinder haben viel über Tiere erfahren, die anders sind", so Cordula Kiel. 

Seit der Lesung mit Finn-Ole Heinrich ist das Buch "Frerk Du Zwerg" in der Sandhofener Zweigstelle übrigens ständig vergriffen. "Die Kinder waren total begeistert. Wir müssten 100 davon haben", schmunzelt Cordula Kiel. 

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 01.07.2015

SCHÖNAU: Gustav-Wiederkehr-Schule übt Rad fahren

Medaillen für die Sieger 

Nicht alle Kinder und Jugendlichen lenken ihre Fahrräder sicher durch den Straßenverkehr. Unter dem Motto "Mit Sicherheit ans Ziel" hält der ADAC für junge Radfahrer von acht bis 15 Jahren mit dem Fahrradturnier ein praxisnahes Übungsprogramm bereit, das die Kinder der Gustav-Wiederkehr-Schule nun absolvierten. 

Auf dem rund 200 Meter langen Parcours, den der ADAC kostenlos verleiht, übten die Schüler spielerisch wichtige Fahrtechniken ein, die im Straßenverkehr wichtig sind. Alle Teilnehmer fuhren mit Helm, die Räder wurden zuvor überprüft. Bundesweit machen jährlich 300 000 Kinder bei dem Programm mit. 

Im Schulhof der Gustav-Wiederkehr-Schule stellten sich beim anschließenden Turnier 71 Schüler der vierten Klassen den acht Aufgaben des Parcours. Medaillen in Gold, Silber und Bronze erhielten die besten drei Jungen und drei Mädchen: Ganz oben auf dem Treppchen standen Bennet Long und Kira Seib, auf den zweiten Platz fuhren Luan Aliji und Emelie Kohls, Bronze erhielten Kevin Rudolph und Flavie Kouassi. Die Sieger können sich über Stadt- und Landesmeisterschaften bis zum großen Bundesfinale und dort für das Europaturnier qualifizieren. Alle Kinder erhielten Urkunden und kleine Sachpreise. baum/zg

© Mannheimer Morgen, Freitag, 29.05.2015

„KLASSE KIDS“: Experimentiershow des Beltz-Verlags in der Gustav-Wiederkehr-Schule / Viertklässlerin gewinnt Malwettbewerb

Lernen mit zerquetschten Eiern

Von unserer Mitarbeiterin Maja Lüken 

Die Grundschüler reißen sich regelrecht um die vorderen Plätze. Bücher, mit einzelnen Buchstaben versehen, sind an der Wand aufgebaut - von A bis Z, von Abenteuer bis Zaubern. Plötzlich stürmen zwei Personen in weißen Kitteln in die Aula der Gustav-Wiederkehr-Schule und unterbrechen die überraschte Schulleiterin Sibille Krappel bei ihrer Ankündigung. 

"Wir sind im geheimen Auftrag unterwegs", spricht der Mann mit geheimnisvoller Stimme. Dann stellt er sich und seine Kollegin vor: Friedrich Fahrenheit und Bo Celsius. "Heute wollen wir Experimente durchführen, die die Welt noch nicht gesehen hat", macht Bo Celsius alias Daniela Wöhler das Publikum neugierig auf das, was sie erwartet. Die Grundschüler starren gebannt zu den beiden Forschern nach vorne. 

Katharina gewinnt die Show 

Drei vierte Klassen sitzen am Dienstagmorgen in der Aula der Gustav-Wiederkehr-Schule. Grund dafür ist eine vom Beltz-Verlag gestaltete Unterrichtsstunde mit Experimenten. Die zehnjährige Katharina Hildenbrand aus der Klasse 4c hat die Show gewonnen, nachdem sie den ersten Platz beim Malwettbewerb des "MM"-Leseförderprojekts "Klasse Kids" belegt hatte. 

An der Show von Friedrich Fahrenheit und Bo Celsius erfreuen sich dann aber nicht nur Katharina, sondern ihr ganzer Jahrgang. Zusammen mit den Kindern probieren die Forscher Experimente aus, die in den Wissensbüchern von A bis Z nachzulesen sind. "Wie viel hält ein rohes Ei aus?" ist eine der vielen Fragen, denen unter anderem Katharina, Niklas und Nathalie auf den Grund gehen. Mit aller Kraft versuchen sie ein Ei in ihrer Hand zu zerdrücken, bis Katharina schließlich angestrengt lachend feststellt: "Das geht nicht." Nachdem die aufgeregten Zuschauer das nicht glauben können und eher an der Kraft ihrer Mitschüler zweifeln, baut Bo Celsius nach und nach einen Turm aus fünf Ziegelsteinen auf drei rohen Eiern auf. Als die Forscherin schließlich zusätzlich auf die Ziegelsteine einen Mülleimer stellen will, zerbrechen die Eier. Das junge Publikum grölt vor Begeisterung. 

Nach vielen weiteren Experimenten kommt das Forscher-Duo schließlich zum Höhepunkt der Show: einer selbst gebastelten Bombe. Mit einem Gemisch aus Backpulver und Essig jagen sie den Deckel eines Joghurtbechers in die Luft, während sich alle im Raum erschrecken und begeistert klatschten. Anschließend warnt Bo: "Wenn ihr das nachmachen wollt, dann zieht bitte eine Schutzbrille auf." 

"Die Kinder haben viel gelernt" 

Am Ende verabschieden sich die beiden Forscher. Sie müssten weiter nach Chile zu einer anderen Klasse. Zurück lassen sie glückliche Grundschüler. Matthias Rott, der den Forscher Friedrich Fahrenheit spielt, freut sich über die gelungene Show. "Es ist einfach wunderbar, wenn man mit den Kids die ganzen Experimente ausprobieren kann", schwärmt der 41-Jährige. Vor einem Jahr hatte der Beltz-Verlag ihn und seine Kollegin Daniela Wöhler für die Rollen als Friedrich und Bo angefragt. "Seitdem waren wir schon deutschlandweit unterwegs." 

Klassenlehrerin Susanne Fontagnier hält die Experimentiershow jedenfalls für eine sehr gute Sache: "Die Kinder haben wirklich viel über die Experimente gelernt." Und auch die "Klasse Kids"-Gewinnerin Katharina Hildenbrand ist begeistert von ihrem Preis. Sie schwärmt: "Es war einfach cool, interessant und hat Spaß gemacht." 

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 20.05.2015

Katharina malt die 4a zum Sieg

Von unserem Redaktionsmitglied Fabian Busch

Sie hatten Papier, Zeitung und Wasserfarben ausgepackt und den Pinsel geschwungen. Und zur Belohnung darf sich die Klasse 4a der Gustav-Wiederkehr-Schule in Sandhofen jetzt über eine Wissenschaftsshow freuen. Viertklässlerin Katharina Hildenbrand ist nämlich die junge Künstlerin, die das heutige Titelbild der Mannheim-Ausgabe unserer Zeitung gemalt hat.

Ein besonders schönes Osterbild für die Titelseite zu gestalten - das war der Auftrag beim Malwettbewerb zu unserem Leseförderprojekt "Klasse Kids". Dritt- und Viertklässler aus Mannheim und Umgebung hatten im März zwei Wochen lang die Zeitung gelesen. Und einem von ihnen wollten wir dann auch die Möglichkeit geben, mit einem eigenen Bild die Titelseite zu schmücken.

Keine leichte Auswahl

Die Resonanz war groß: Rund 250 selbstgemalte Bilder trudelten in der Redaktion ein - jedes für sich ein kleines Kunstwerk. Die Aufgabe, das Schönste auszuwählen, war für die kleine Jury aus Redaktion und Marketing-Abteilung gar nicht so einfach. Ein schönes Ostermotiv und kräftige Farben sollte das Gewinnerbild auf jeden Fall haben - und es sollte nicht den Eindruck erwecken, dass Erwachsene mitgeholfen hatten. Farbigkeit, Arrangement und die Collage-Technik - das waren die Aspekte, die laut MM-Cheflayouter Tobias Dolch dann letztlich den Ausschlag für das Bild von Katharina Hildenbrand gaben.

Die Gewinnerin erzählt, dass sie auch daheim gerne male und zeichne. Das gilt auch für viele ihrer Mitschüler in der Klasse der 4a der Gustav-Wiederkehr-Schule, deren Bilder der Jury ebenfalls positiv ins Auge gefallen waren. "Wir haben uns vorher gemeinsam mit der Thematik beschäftigt und überlegt, was wir machen können", so Lehrerin Susanne Fontagnier. "Es sollte was mit Ostern zu tun haben und auch was mit der Zeitung", erklärt Viertklässlerin Chiara. Die Wasserfarben suchten sich die Grundschüler aus, weil man damit ihrer Meinung nach einfach besser malen kann. "Das macht mehr Spaß als mit Buntstiften."

Besuch vom Beltz-Verlag

Für das Klassenfoto wird Katharina von zwei Mitschülerinnen in die Höhe gehoben. Jetzt dürfen sich die Kinder bald auf Besuch im Klassenzimmer freuen: Der Gewinn beim Malwettbewerb besteht nämlich nicht nur im Sprung auf die Titelseite. Für die Klasse hat der Weinheimer Beltz-Verlag, der das MM-Leseförderprojekt zusammen mit der Sparkasse Rhein Neckar Nord unterstützt, einen weiteren Preis bereitgestellt: In den kommenden Wochen wird die 4a eine spannende Experimentiershow erleben dürfen - und vielleicht kommen noch mehr Mitschüler in den Genuss: Für bis zu 250 Schüler wäre Platz.

© Mannheimer Morgen, Samstag, 04.04.2015

 

21 Klassen „lesen im Dreieck“

Von unserem Redaktionsmitglied Eva Baumgartner

Frerk ist ein Außenseiter. Der Junge trägt Bügelfalten-Schick und hat es nicht leicht: Seine Mutter erlaubt nichts, sein Vater sagt nichts. Und sein sehnlichster Wunsch, ein Hund, wird sich wohl nie erfüllen. Frerk ist eben ein bisschen anders. Und mit genau diesem Thema, dem "Anderssein", beschäftigt sich die länderübergreifende Leseförderaktion "Lesen im kleinen Dreieck", an der sich 21 Klassen aus drei Bundesländern beteiligen.

21 Klassen machen mit

Die Stadtbibliothek Sandhofen, die Bücherei Lampertheim und die Gemeindebücherei Bobenheim-Roxheim arbeiten für das Projekt eng zusammen. Sie haben diesmal das Buch "Frerk, du Zwerg" von Finn-Ole Heinrich ins Zentrum der zahlreichen Aktionen gestellt, die in allen drei Büchereien angeboten werden und auch in den Schulklassen im Mittelpunkt stehen. "Gerade bei Kindern der ersten bis vierten Klassen ist die Sprach- und Leseförderung eine ganz wichtige Aufgabe", erklärte Dr. Bernd Schmid-Ruhe, Leiter der Mannheimer Stadtbibliothek, bei der Eröffnung in Sandhofen. Durch die Kooperation von Schulen und Bibliotheken sowie die unterrichtsbegleitenden Projekte wolle man den Spaß an Büchern ermöglichen. "Es sind zwar drei Bibliotheken an drei Orten am Start, doch alle haben eines gemeinsam: alle lesen gerne", sagte Schmid-Ruhe.

Mit "Frerk, du Zwerg" kooperieren die drei Büchereien bereits zum fünften Mal miteinander für die Aktion "Lesen im kleinen Dreieck". Zuvor wurde viermal gemeinsam gelesen: 2007 unter dem Motto "Abenteuer Weltraumwissen", 2009 ging es ins "Abenteuer Mittelalter", 2011 standen "Krimis und Detektive" im Mittelpunkt und 2013 "Auf vier Pfoten: Hund - Wolf - Werwolf". Bislang haben 72 Schulklassen mit 1800 Kindern zwischen acht und zehn Jahren mitgemacht.

Geldpreise für die Besten

Passend zum Thema hatte sich die Klasse 3b der Gustav-Wiederkehr-Schule aus Sandhofen mit ihrer Lehrerin Monika Joos einen Vortrag ausgedacht und sang "Das Lied vom Anderssein". "Es gibt so viele Arten von Anderssein", sagte Cornelia Kiel. Die Leiterin der Sandhofener Bücherei überreichte allen beteiligten Lehrern eine Büchertasche rund um "Frerk", mit deren Hilfe die Mädchen und Jungen das Thema "Anderssein" nun ganz genau unter die Lupe nehmen können. Beim Abschlussfest im Juni beurteilen die Sponsoren der Aktion dann die Projekte aller Schüler, die besten drei erhalten einen Geldpreis.

© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 12.03.2015

 

Preisverleihung: Grundschulen für Gestaltung des Mannheimer Adventskalenders an der Baustellenfront ausgezeichnet

„Es hat Spaß gemacht, eure Bilder zu betrachten“

Laut und lebhaft geht es zu kurz vor Beginn der Preisverleihung in P6 für das schönste Fenster beim Mannheimer Adventskalenders in der Freßgasse. Die Kinder stürmen zum Fenster, um die gegenüberliegende Großbaustelle Q6/Q7 zu sehen oder betrachten fasziniert das Baumodell, das in der Mitte des Raumes steht.

Anlass der gestrigen Preisverleihung war der in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindende Wettbewerb um die Gestaltung des 12,5 mal fünf Meter großen Adventskalenders an der Großbaustelle Q6/Q7. Aufgerufen dazu hatte die Unternehmensgruppe Diringer & Scheidel. Diese hatte die Kinder an Mannheimer Grundschulen und Horten dazu aufgefordert, je ein Adventsfenster mit selbstgemalten Bildern zu gestalten. Über die schönsten Bilder wurde vom 25. bis 31. Dezember via Facebook abgestimmt.

Fortsetzung dieses Jahr

Die drei erstplatzierten Einrichtungen erhielten nun Geldpreise zwischen 1000 und 1500 Euro. Den ersten Platz belegte dabei das "Städtische Kinderhaus Sentapark". Platz zwei und drei belegten die Gustav-Wiederkehr-Schule und die Astrid-Lindgren-Grundschule. Bernadetta Fuhrmeister, Lehrerin an der Astrid-Lindgren-Schule sagte, man werde das Geld für eine Ruhezone auf dem Schulhof verwenden.

Achim Ihrig, Mitglied der Geschäftsleitung von Diringer & Scheidel, kündigte an, sein Unternehmen wolle das Projekt in diesem Jahr fortsetzen. "Wir möchten der Bevölkerung und insbesondere den Kindern mit dem Adventskalender etwas bieten und die Kinder dabei aktiv einbinden", so Achim Ihrig. fert

© Mannheimer Morgen, Freitag, 16.01.2015

 

Sandhofen: TourneeOper begeistert Kinder an der Gustav-Wiederkehr-Schule

Mit Tim und Tam durchs Opernland

Von unserer Mitarbeiterin Christina Altmann

"Es darf doch nicht sein, dass die wunderbare Welt der Oper verschwindet, nur weil sich die Erwachsenenoper mit der Kinderoper zerstritten hat", wundert sich der neunjährige Tim. Als Sohn einer Opernsängerin sitzt er oft im Theater und liebt die Oper über alles. Ausgerechnet ihn hat die Königin der Nacht auserkoren, um die entzweiten Welten wieder zu vereinen.

Hilfreich sind ihm dabei nicht nur die vielen illustren Gestalten aus den Opern, sondern auch die rund 330Schüler der Sandhofener Gustav-Wiederkehr-Schule, die dank der perfekten Vorbereitung durch ihre Lehrer der Aufführung der Mannheimer TourneeOper "Tim und Tam im Opernland" begeistert folgten.

Tims Mutter ist während der Aufführung von Mozarts "Zauberflöte" zusammengebrochen und liegt im Krankenhaus. Allein zu Hause schwankt der Junge zwischen Angst und Wagemut, sucht Trost bei seinem grünen Stoffdrachen Tam und tritt mit ihm ins Traumland ein. Ein wenig boshaft, aber auch heiter erscheint ihm die Königin der Nacht, die Tam mit einem Mundschloss zum Schweigen und Tim mit einem halben Amulett zur Suche nach der anderen Hälfte und damit der Vereinigung des zerstrittenen Opernlandes verdammt.

TourneeOper Mannheim

Auf Anfrage kommt die TourneeOper Mannheim in verschiedene Einrichtungen.

Nach eigenen Angaben scheuen die Mitwirkenden keine Umstände und touren auch an entlegenste Schulen, Theater, Stadthallen, Hotels oder Seniorenresidenzen.

Interessierte Schulen und Kindergärten erhalten zur Vor- und Nachbereitung pädagogisch aufbereitete Unterrichtsmaterialien.

Informationen gibt es unter Telefon 0621/7141416 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . cha

"Der Weg ist das Ziel in diesem Opernspiel", lautet das gesungene Fazit des Stückes, in das alle Grundschüler fröhlich einstimmten. Das Ziel ist die Rettung der Oper für Groß und Klein, und der Weg dorthin führt den beherzten Tim zu Colas, dem vermeintlichen Zauberer aus Mozarts Singspiel "Bastien und Bastienne", und zu Rusalka, der traurigen Meerjungfrau aus Dvoraks gleichnamigem lyrischem Märchen.

Meisterhafte Darsteller

Das leuchtend blaue Bett von Tim verwandelt sich dabei zum fauchenden Automobil und zum schwankenden Segelschiff, während der bunte Vogelfänger Papageno den "komischen Vogel" Tam bestaunt und das Sandmännchen (oder Taumännchen) aus Scartazzinis Oper vergeblich seinen Schlafsand verstreut.

"Tim und Tam im Opernland" ist eine zauberhafte Geschichte, gespielt und gesungen von zwei Absolventen der Mannheimer Musikhochschule - der Sopranistin Nelly Palmer und dem Bariton Matthias Eschli. Meisterhaft schlüpfen sie in die Rollen der Opernfiguren und bringen ihre Zuschauer immer wieder zum Lachen.

Die TourneeOper Mannheim wurde 2009 von der Sopranistin Tanja Hamleh mit dem Ziel ins Leben gerufen, Kinder für den klassischen Gesang zu begeistern und der Oper ihren verstaubten Pathos zu nehmen.

Mit so überzeugenden Produktionen, wie "Bellas fabelhafte Reise" und "Edgar das Schlossgespenst" ist dem Ensemble dies an der Sandhöfer Grundschule bereits in den vergangenen Jahren gelungen. Nun konnten die Schüler dank der Unterstützung des Bezirksbeirates und des Förderkreises der Schule erneut Bekanntschaft mit der Oper machen und die beiden Darsteller im Anschluss mit ihren vielen Fragen überhäufen.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 31.12.2014

 

Sandhofen: Theaterprojekt an der Gustav-Wiederkehr-Schule beschäftigt sich mit Energieverbrauch und Klimawandel

Junge Experten geben Stromspar-Tipps

"Wie entlarven wir Energiefresser? Wie können wir im Schulalltag Energie sparen?" In einem Theaterprojekt stellte sich die Klasse 3a der Gustav-Wiederkehr-Schule Klima-Fragen und formulierten kluge Antworten: "Elektrogeräte erst anschalten, wenn man sie wirklich braucht und den Wasserhahn richtig zudrehen."

Im Nu eroberten die kleinen Energieexperten bei der Theatervorführung die Herzen ihrer Zuschauer. Referendarin Kiriaki Katsea hatte mit der Klasse das Thema Klimaschutz und Energiesparen durchgenommen - und die Klasse daraus ein lehrreiches Theaterstück entwickelt.

Darin passiert Folgendes: Es ist kurz vor Unterrichtsbeginn. Die Lehrerin wäscht sich die Hände und dreht den Wasserhahn nicht richtig zu. Mit viel Papier trocknet sie ihre Hände. Dann schaltet sie Lampen, Fernseher, Radio, DVD-Spieler an, kippt die Fenster und dreht die Heizung auf, damit es nicht so kalt ist. "Strom, Strom, Strom! Hey Leute, heute ist unser Glückstag - fresst euch die Bäuche voll!" Gierige Stromfresser mit silbernen Kappen und Antennen erobern das Klassenzimmer. Die Schüler sind entsetzt. "Oh je, das wird aber teuer für die Schule", mahnt ein Junge.

"Was interessiert das dich denn, du bekommst doch keine Rechnung", erwidert die Lehrerin. Die Energieexperten der Klasse 3a sagen "Stopp!" Sie erklären ihrer Lehrerin: Den Fernseher brauchen wir erst später und das Radio nur in Englisch in der sechsten Stunde. Außerdem reicht ein Licht. Fenster soll man nicht kippen bei laufender Heizung, sondern das Fenster öffnen, wenn die Temperatur runter ist, und fünf Minuten lüften - damit Energie gespart wird. Denn bei viel Energieverbrauch wird die Erde ganz warm. Das ist ähnlich bei den Autos, die ihre Abgase in die Luft stoßen. ost

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 24.12.2014

 

Sandhofen: Start der Weihnachtsbaumbeleuchtung mit rund 200 kleinen und großen Nikoläusen von der Gustav-Wiederkehr-Schule

Feststimmung am Stich

Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls

Der Startschuss zur traditionellen Weihnachtsbaumbeleuchtung der Bürgervereinigung Sandhofen (BVS) ist immer wieder etwas Besonderes. Auch in diesem Jahr versammelte sich eine große Menschenmenge am Stich, um sich auf die Adventstage einzustimmen.

Die Veranstalter der Bürgervereinigung Sandhofen schenkten Glühwein aus, und wer das zu schätzen wusste, konnte sich mit einem kleinen Obolus in die Spendenbox erkenntlich zeigen. Auf reichlich Einnahmen in der Kasse hoffte auch der Reiternachwuchs. Die Mädchen und Jungen von der Riedspitze hatten dafür selbst gebackene Waffeln und Crêpes im Angebot. Dazu gab es für den herzhaften Appetit heiße Gulaschsuppe. Das eingenommene Geld geht an die Jugend der Voltegiergruppe beim Reit- und Fahrvereins Sandhofen.

Für Feststimmung sorgten die musikalischen Beiträge der Althreinmusikanten. Das Ensemble kündigte unter der Leitung seines Dirigenten Kurt Hasieber instrumentalisch den Einmarsch der kleinen Nikoläuse an.

Leuchtende Kinderaugen

Rund 200 rote Zipfelmützen hatten sich auf den Weg von der Gustav-Wiederkehr-Schule zum Stich aufgemacht und waren unter der Leitung des Förderkreisvorsitzenden Thorsten Hof mit lautem "Ho-Ho-Ho" durch die Straßen Sandhofens marschiert. "Wir machen das jetzt schon im dritten Jahr", berichtete die Rektorin der Grundschule, Sibille Krappel. Lehrer und Eltern würden sich der Aktion der Schulförderer immer gerne anschließen.

Zudem sei es immer wieder ein Erlebnis, die leuchtenden Kinderaugen zu sehen. "Für die Kinder ist es jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis", so die Leiterin der Gustav-Wiederkehr-Schule.

Auch Roland Keuerleber vom Arbeitskreis Gesellschaft und Soziales bei der Bürgervereinigung Sandhofen zeigte sich vom Spektakel der kleinen Nikoläuse angetan. Überhaupt ging sein Dank an alle, die zu dieser Veranstaltung ihren Beitrag geleistet hatten. So hatten sich etwa die Sandhofer Firmen Häffner und Diehl bei der Aufstellung des Weihnachtsbaums engagiert. Die Lichttechnik lag wie in jedem Jahr in der Verantwortung der Firma Elektro Herbel.

Die Grundschüler durften sich am Ende alle noch einen Nikolaus in Schokoladenformat abholen. Schon zuvor hatten sich die Kinder - unterstützt von den Altrheinmusikanten - gesanglich mit einem "Lasst uns froh und munter sein" in Szene setzen können. "Damit habt ihr euch glänzend ins Motto der Veranstaltung eingebracht", lobte Roland Keuerleber.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 10.12.2014

 

Gedenkstätte: Ausstellung in Gustav-Wiederkehr-Schule

Ein Ort des Erinnerns

Die KZ-Gedenkstätte kümmert sich seit 1990 darum, dass das Andenken an die Häftlinge gewahrt wird. Eine Dauerausstellung in den Kellerräumen der Gustav-Wiederkehr-Schule (Kriegerstraße 28) informiert beispielsweise über Zwangsarbeit im NS-Staat, den Weg der polnischen Zwangsarbeiter, die Struktur des Lagers, das Leiden und Sterben der Häftlinge und das KZ-System.

Konzipiert hat die Ausstellung ein Arbeitskreis, der sich aus dem Mannheimer Stadtarchiv und Organisationen wie dem Stadtjugendring, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zusammensetzt. Die wissenschaftliche Betreuung übernehmen Peter Koppenhöfer und Mitarbeiter des Stadtarchivs.

Ziel der Gedenkstätte ist es auch, Projekttage mit Schulen zu veranstalten und Jugendliche an die Verbrechen im Dritten Reich zu erinnern. "Vonseiten der Schulen gibt es da großes Interesse", sagt Hans-Joachim Hirsch vom Stadtarchiv. Auch der Besucherzuspruch wird stetig besser. Während es 2013 insgesamt 1500Besucher waren, wurde diese Zahl in diesem Jahr bereits vor der Sommerpause erreicht. jaz

© Mannheimer Morgen, Samstag, 27.09.2014

 

Sandhofen: Bewegungsprojekt an Gustav-Wiederkehr-Schule

Grundschüler ziehen beim Seilspringen gut mit

"Nein, zwei Stunden am Tag muss das kein Kind machen", betonte Sebastian Eisert. Dabei nahm der Seilspringtrainer die Kinder der 4 c von der Gustav-Wiederkehr-Schule allerdings richtig hart ran. Denn genau so lange mussten die Grundschüler mit dem Seil hüpfen.

Insgesamt zehn verschiedene Variationen des Seilspringens hatte der Sportstudent dem Nachwuchs vorgeführt. Sieben davon sollten die Kinder nachmachen. Im Auftrag der Deutschen Herzstiftung reist Eisert so von Schule zu Schule, um den natürlichen Bewegungsdrang bei den Schülern zu fördern. "Laufen, Springen, Ballspielen - das ist doch alles gesund", warb er bei den Grundschülern für mehr sportlichen Ehrgeiz.

Seit 2009 engagiere er sich neben seinem Studium für die Deutsche Herzstiftung. In diesen Jahren habe er rund 170 Schulen besucht. "Es ist schon augenscheinlich, dass Kinder auf dem Dorf das Seilspringen wesentlich besser beherrschen als die Kinder in urbanen Regionen", sagte Eisert.

Der Vorteil des Seilspringens sei nicht nur die Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems. Neben der Ausdauer werde nämlich ebenso die Koordination trainiert. Insgesamt wird das Projekt "Skipping Hearts" mittlerweile in sieben Bundesländern durchgeführt. In rund 5000 Workshops hätten sich bislang bereits rund 250 000 Kinder daran beteiligt.

Abschlussaufführung für Eltern

"Die Sandhofer Schüler ziehen gut mit", sagte der Sport- und Mathelehrer Florian Hildenbrand, der ein positives Fazit der Aktion zog. Bereits an einer anderen Schule hatte er ein ähnliches Projekt verfolgt. "Zu Beginn des Schuljahres war dann auch bei uns ein Flyer der Deutschen Herzstiftung eingegangen. Ich habe mich dann einfach mit meiner 4 c beworben und bin sehr froh, dass es kurz vor den Sommerferien noch geklappt hat."

Insgesamt 26 Kinder beteiligten sich an dem Projekt, das mit einer Aufführung vor Eltern und Schülern der anderen Grundschulklassen endete. Mit Einzel- und Partnersprüngen präsentierte der Nachwuchs sein Können, bevor die gesamte Klasse noch einmal synchron über das Seil hüpfen durfte. jba

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 06.08.2014


 

Sandhofen: Sponsorenlauf der Gustav-Wiederkehr-Schule

Sportlich und finanziell ein Erfolg

Rot-weiße Absperrbänder flatterten bei strahlendem Sonnenschein entlang der Kriegerstraße. "Was ist denn hier los?", wird sich manch ein Anwohner und Passant gefragt haben. Doch bald konnten sich die Sandhöfer beruhigen: Es gab keine neue Baustelle in Sandhofen. Stattdessen fand erneut der Sponsorenlauf der Gustav-Wiederkehr-Schule statt.

Schon in den frühen Morgenstunden hatten Lehrer und Eltern die Strecke vorbereitet. Diese führte von der Sporthalle auf den Schulhof, von dort ging es über den Spielhügel, durch die Mulchfläche und über den Asphalt rund um die Schule.

Den Anfang machten gegen 8 Uhr die Viertklässler. Für jede absolvierte Runde bekamen die Kinder einen Stempel auf den Arm. Mit großem Einsatz liefen sie Runde um Runde. Später folgten gruppenweise auch die anderen Klassenstufen. Auch etliche Eltern waren gekommen, um die jungen Läufer anzufeuern.

Am Ende waren alle Schüler stolz auf ihre sportliche Leistung. Als Anerkennung erhielt jedes Kind eine Urkunde. Die Veranstaltung diente jedoch vor allem einem guten Zweck. Denn die Schüler hatten im Vorfeld Sponsoren gesucht, die für jede gelaufene Runde einen Geldbetrag versprachen. Und so kam mit vereinten Kräften eine stattliche Summe zusammen. Diese wird nun zur Anschaffung von pädagogisch wertvollem Spielmaterial verwendet. Entsprechend groß war der Dank an alle teilnehmenden Schüler sowie an die helfenden Eltern und Lehrer. zg/red

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 02.07.2014


 

Schönau: Vorlesewettbewerb in der Zweigstelle der Stadtteilbibliothek

Knifflige Aufgaben für Schüler

Salila und ihre Oma Henriette leben eigentlich ein unbeschwertes Leben. Doch dann findet die Enkelin einen Brief des Vermieters, der einiges ins Rollen bringt. Erst sollen die beiden aus der Wohnung ausziehen, dann erfährt das Mädchen, dass Oma Henriette gar nicht lesen kann. Mit Auszügen wie diesem aus dem Kinderbuch von Tanja Lieske sind die talentiertesten Kinder der vierten Klassen aus dem Norden in die Leseolympiade gestartet.

Die Geschichte verlangte am zweiten Tag des Lesewettbewerbs für die dritten und vierten Klassen in der Stadtteilbibliothek Schönau mehr von den Schülern als nur bloßes Textverständnis. "Hier bei den älteren Schülern geht es schließlich nicht nur um die Lesefähigkeit an sich, sondern auch um die Cleverness, knifflige Probleme zu lösen", erklärte die Leiterin der Schönauer Bücherleihe, Elisabeth Weingärtner.

Leider sei das Teilnehmerfeld in diesem Jahr allerdings sehr ausgedünnt. Die sonst immer vertretene Friedrich-Ebert-Schule stellte aus organisatorischen Gründen keine Schüler für den Wettbewerb. Alle anderen strengten sich aber an. Am Ende mussten die Teilnehmer der vierten Klassen unter den wachsamen Blicken von Bibliothekarin Renate Sobig einen codierten Text vervollständigen.

Für die drei Erstplatzierten, Iris Türke und Emilia Düster (beide von der Alfred-Delp-Schule) sowie Emre Yilmaz (Hans-Christian-Andersen-Schule) gab es Bücherpreise. Der Rest wurde mit Trostpreisen belohnt. Vorbereitet wurden die Aufgaben von Bettina Harling von der Stadtbibliothek.

Einen Tag zuvor hatten sich bereits die dritten Klassen an einem Text von Leena Parkkinen versucht und ihre Vorlesefähigkeiten anhand des Buches "Bühne frei für Magermilch" präsentiert. Mit Fehlerfreiheit, einer guten Betonung und einem allgemein flüssigen Vortrag versuchten sie, die unter anderem mit Lesepatin Johanna Schmidt besetzte Jury zu überzeugen.

Die einigte sich am Schluss nach schwierigen Beratungen auf Marcel Rupp von der Schönauschule als Sieger der dritten Klassen. Katharina Hildenbrand und Kira Seib (beide Gustav-Wiederkehr-Schule) belegten die Plätze zwei und drei. Das große Finale findet wieder in der VR-Bank in Seckenheim statt. Dort messen sich am 14.  Juli die besten Vertreter der Mannheimer Grundschulen. jba

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.06.2014


 

Sandhofen: Fahrradturnier an der Gustav-Wiederkehr-Schule

Geschickte Schüler auf zwei Rädern

Von unserem Mitarbeiter Elias Huber

Robert Richters geschultem Auge entgeht kein technischer Defekt an den Fahrrädern: Routiniert dreht der Polizist die Reifen, wirft einen Blick auf das Profil, drückt die Bremse und testet die Lichtanlage. Dann schaut er zu seinem Kollegen Michael Lindauer und nickt: "Ist alles in Ordnung." Der macht sich eine Notiz, und weiter geht es mit dem nächsten Fahrrad.

Beide Polizisten überprüfen im Rahmen des Fahrradturniers an der Gustav-Wiederkehr-Schule die Räder der Viertklässler, mit denen sie auch zum Geschicklichkeitsturnier der Grundschule antraten. "Dieses Jahr sind die Fahrräder relativ gut", meint Richter. Oft fehle zwar eine funktionierende Beleuchtung oder Reflektoren, doch fahruntüchtige Räder kämen nur selten vor.

Während die beiden Polizisten kontrollieren, fahren die Schüler durch einen Parcours mit acht Stationen. Dabei radeln sie einhändig durch einen Kreisel, fahren im Slalom durch einen Stangenwald oder machen einen Bremstest. Einen Klötzchenkreis, der wie eine Acht geformt ist, müssen die Schüler durchfahren, ohne eines der Klötzchen umzuwerfen. Beim Schrägbrett dürfen die Viertklässler nicht vom Brett abrutschen, beim Spurwechsel kein falsches Handzeichen geben.

Für jeden Fehler gibt es Punkte. Wer am Ende die niedrigste Punktzahl hat, gewinnt Preise wie ein Fahrradschloss, eine Klingel oder einen Fahrradkorb. "Wir üben mit den Schülern Situationen, die ihnen im Straßenverkehr begegnen können", erzählt der stellvertretende Schulleiter Florian Hildebrand. Gedacht sei der Wettbewerb als Fortführung der Jugendverkehrsschule, die die Schüler in der dritten Klasse besuchen. Dort lernen sie die Regeln im Straßenverkehr. Nun gehe es vor allem um Geschick und Sicherheit mit dem Rad, erklärt Hildebrand. Verletzt hat sich bisher noch kein Schüler, obwohl das Turnier laut Hildebrand "schon ewig" stattfindet.

Eugenio und Rosa als Sieger

Die Materialien für den Parcours stellt der ADAC zur Verfügung ebenso die Übungsideen. Valentin aus der Klasse 4 d ist zufrieden mit sich: "Ich habe vier Klötzchen umgeworfen, den Rest habe ich ohne Fehler geschafft." Fünfmal haben Valentin und seine Klasse zuvor für den Wettbewerb geübt. Einen Kritikpunkt hat Valentin aber auch: Der Parcours sei unrealistisch. "Es gibt keine so engen Straßen."

Auf den ersten Platz fuhren am Ende Eugenio Lombardi bei den Jungen und Rosa Bretschneider bei den Mädchen. Sie dürfen nun bei einem stadtweiten Wettbewerb teilnehmen, bei dem sie sich für regionale Turniere qualifizieren können.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 28.05.2014


 

Sandhofen: Clownin Mado präsentiert Stück in Wiederkehr-Schule

Von der Liebe und anderen Gefühlen

Mado erwartet ein Kind. Ihr Bauch ist kugelrund und ganz schön unbequem. Außerdem nervt ihr ungeborener Sohn. Nemo will wissen: "Wo kommen eigentlich die Kinder her?" Diese und andere Fragen sind es, die Mados Auftritt zu einem höchst amüsanten Theater-Vormittag machen: Pascale Jaeggy vom Durbacher "Theater Spektakel" vermittelt Schülern und Lehrern der Gustav-Wiederkehr-Schule mit der Außenstelle Bartholomäusschule ein paar Lektionen zum Thema Aufklärung. Der Titel: "Unter meinem Nabel".

In dem 40-minütigen Stück räumt die Straßburgerin mit dem Ammenmärchen vom Storch auf und erzählt stattdessen mit Temperament und Humor die ganze Geschichte - von der Liebe auf den ersten Blick bis hin zur Geburt. Bereits zum zweiten Mal gastiert die Schauspielerin Pascale Jaeggy mit dieser Theatervorstellung in Sandhofen. "Das Ganze ist einfach wunderschön gemacht", findet Sandra Krziwanie, Lehrerin der Klasse 1d. Deshalb hatte die Theater- und Kulturbeauftragte der Schule, Gabriele Karletta-Martin, das "Theater Spektakel" noch einmal engagiert.

Alle vier Klassenstufen der Grundschule kommen in den Genuss. Von Liebe und Erwachsenwerden erzählt das Ein-Frau-Theaterstück. Mit der praktisch ausklappbaren Kulissenwand verwandelt die Schauspielerin den Gemeindesaal von St. Bartholomäus in ein rosarotes Mädchenzimmer. Mit Witz, Poesie und vor allem in einer kindgerechten Sprache beschreibt Clownin Mado die Etappen der "ältesten Geschichte der Welt".

Sympathisch und kindgerecht

Im bunten Kostüm und erfrischend selbstironisch agierend, gelingt es ihr, kleinen und großen Zuschauern das für viele immer noch heikle Geschehen spielerisch und frei von Peinlichkeiten nahe zu bringen. Dabei geht es richtig zur Sache. Es geht um Liebe auf den ersten Blick, das Kribbeln im Bauch, den kleinen Unterschied zwischen Mann und Frau, Sexualität und Kinderkriegen. Doch immer verpackt in zauberhafte kleine und lustige Koffergeschichten mit zwei Puppen in der Hauptrolle - Eva und Achim, die so schrecklich verliebt sind: Das gelegentliche Kichern im Bartholomäussaal steigert sich zum Kreischen und Johlen, als Zwergenmann und Zwergenfrau die letzten Hüllen fallen lassen.

Sympathisch und kindgerecht vermittelt die Schauspielerin den Kindern Wissen bis hin zum Zeugungsakt, um ihnen zum Schluss zu raten: "Lasst euch noch viel Zeit mit dem Erwachsenwerden!" "Die nackigen Zwerge waren am witzigsten", sagt Julian aus der Klasse 1e. "Aufregend, lustig und interessant", findet seine Klassenkameradin Leni das ganze Theaterstück. ost

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 16.04.2014


 

Sandhofen: Straßenlauf des TSV mit 841 Teilnehmern

Sportler trotzen dem Regen

Auch wenn die Teilnehmerzahl niedriger war als in den vergangenen Jahren: Nach dem diesjährigen Straßenlauf haben die Organisatoren des TSV Sandhofen eine positive Bilanz gezogen. Der Lauf über 10 Kilometer war mit 480 Sportlern die am stärksten besetzte Disziplin. "Auch wenn wir bei diesem Lauf Einbrüche im Vergleich zu den 600 Teilnehmern im Vorjahr hinnehmen mussten, sind wir zufrieden", sagte der stellvertretende Abteilungsleiter der Leichtathletik, Udo Gessel, der zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Armin Friedrich und rund 85 Helfern der Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte.

Konkurrenz durch andere Läufe

Insgesamt gingen 841 Teilnehmer auf die Strecke. Die Bambinis und Schüler hatten dabei Pech: Ihr Start fiel in den aufkommenden Regen. Trotzdem waren die jungen Läufer mit sportlichem Eifer dabei: Die Schülerinnen der Gustav-Wiederkehr-Schule, Giana, Lia, Nancy und Melina, hielten zum Beispiel trotz Seitenstechens und Bauchweh durch - und sicherten zu, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Nicht nur das schlechte Wetter an diesem Tag, sondern auch die vielen parallel stattfindenden Läufe in der Region sieht Gessel als Gründe, warum gerade die Spitzenläufer fehlten. Beim 10-Kilometer-Lauf setzte sich schnell eine Gruppe von drei Läufern ab. Als Sieger ging nach einer Zeit von 33 Minuten Hakim Hassanzadeh vom Team Engelhorn Sports MTG durchs Ziel. eng

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 16.04.2014


 

Sandhofen: Viertklässler appellieren an Hundebesitzer / Immer wieder Haufen auf Gehwegen

Gustav-Wiederkehr-Schülern stinkt es

Mit Plakaten machen die Grundschüler auf das Problem aufmerksam.

Neulich wollte die Klasse 4 b der Gustav-Wiederkehr-Schule zur Stadtbibliothek in der Sandhofenschule laufen. Doch auf dem Weg dorthin passierte Samuel ein ärgerliches Missgeschick: Er trat in einen Hundehaufen. Mit seinem schmutzigen Schuh konnte er natürlich nicht in die Bücherei. Also musste sein Vater Ersatzschuhe bringen.

Das sei allerdings bei weitem nicht der einzige Hundehaufen auf dem Gehweg gewesen, teilte die Schule mit. Auf dem Rückweg zählten die Kinder zusammen mit ihrer Lehrerin nach eigenen Angaben 84 Hundehaufen auf dem Bürgersteig. "Wir können uns unterwegs ja nicht mal richtig unterhalten, sondern müssen ständig auf den Boden schauen", sagt eine Schülerin. "Oder ständig ,Vorsicht Hundedreck' rufen", ergänzt ein Junge. Was da auf den Gehwegen zu finden ist, das sei eine Zumutung für jeden Fußgänger, heißt es in einer Mitteilung der Gustav-Wiederkehr-Schule.

"Wir verstehen das nicht", sagen auch Lena, Laura und Melissa. "Wenn wir mit unseren Hunden spazieren gehen, lassen wir sie ihr Geschäft nicht auf dem Gehweg machen. Und außerdem haben wir immer eine Hundetüte dabei und räumen das Häufchen weg."

Da bei vergangenen Ausflügen auch schon andere Kinder in Hundekot getreten waren, war sich die Klasse 4 b schnell einig: "Jetzt reicht es. Uns stinkt's! Der Hundedreck muss weg!" Und so wenden sich die Kinder nun an die Hundebesitzer, damit diese ihre Hunde nicht auf den Gehweg oder auf Spielplätze machen lassen. Außerdem wünschen sie sich, dass in Sandhofen Hundetütenspender aufgestellt werden. Um mit ihrem Anliegen möglichst viele Hundebesitzer zu erreichen, haben die Viertklässler Plakate entworfen und im Stadtteil aufgehängt. Nun hoffen sie, dass ihre Aktion Erfolg hat. zg

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 12.02.2014                                                       


 

Sandhofen: 100 Euro für Aktion „Wir wollen helfen“

Spende aus Niko-Lauf

Bei der Weihnachtsbaumbeleuchtung der Bürgervereinigung Sandhofen gehören die Nikoläuse der Gustav-Wiederkehr-Schule mittlerweile fest zum Programm. Beim 2. Sandhofener Niko-Lauf machten sich zuletzt immerhin 187 verkleidete Schüler und Eltern auf den Weg, um die Veranstaltung auch mit einem Liedbeitrag zu bereichern.

Von den Einnahmen aus den Startgebühren und dem Mützen- und Blinklichter-Verkauf wurden inzwischen wie zuvor bereits angekündigt 100 Euro an die "Mannheimer Morgen"-Hilfsaktion "Wir wollen helfen" gespendet. Beim 3. Niko-Lauf 2014 soll dann sogar die 200-Teilnehmer-Marke geknackt werden. th

© Mannheimer Morgen, Freitag, 03.01.2014


 

Sandhofen: Projekt der Gustav-Wiederkehr-Schule

Auf die Roller, fertig, los!

Auf geht's: Mit ihren Rollern ziehen die Grundschüler los.

"Rollermobil" heißt das Projekt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs Rhein-Neckar/Heidelberg (ADFC), das samt einiger Roller jetzt auch bei der Gustav-Wiederkehr-Schule in Sandhofen Station gemacht hat. Das Projekt soll Kindern Grundkompetenzen im Umgang mit dem Fahrrad vermitteln.

"Kinder bekommen heute immer früher ein Fahrrad geschenkt, Mitglieder der Jugendverkehrsschulen beobachten aber, dass Kinder immer weniger mit ihrem Fahrrad umgehen können", berichtete Markus Fröhlich vom ADFC. "Für viele ist es schon schwierig, das Gleichgewicht zu halten. Mit unseren Rollern, die alle luftgefüllte Räder haben, können die Schüler ihren Gleichgewichtssinn trainieren und erleiden keine großen Schmerzen, wenn sie doch einmal hinfallen sollten." Insgesamt sei der Roller gut geeignet, um den Körper an die Bewegung auf dem Fahrrad vorzubereiten.

Die Gustav-Wiederkehr-Schule nahm mit allen ihren Klassen an dem Projekt teil, und Schulleiterin Sibille Krappel war einmal mehr begeistert von der Möglichkeit, die Grundschüler in der kalten Jahreszeit zu aktivieren. Für Krappel hat das Thema Mobilität zunehmend an Bedeutung gewonnen. "Unsere Kinder bewegen sich heute viel weniger als früher. Die haben nicht mehr so eine große Ausdauer."

Draußen auf dem Schulhof versammelte sich indes die Klasse 2 c von Ulrike Weimar mit ihren Rollern. In den vergangenen zwei Monaten hatten die Schüler zwei- bis dreimal pro Woche Fahrübungen gemacht und waren über Wippen und Riffelbretter sowie durch Slaloms und Parcours gefahren. Nun sollte es zu einer Abschlussfahrt durch Sandhofen gehen.

Zuerst wollte Markus Fröhlich aber noch wissen, was man beim Verlassen des Schulhofs zu beachten hat. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Autos reinfahren!" rief ein Junge in die Runde. "Dass niemand uns überfährt", murmelte ein Mädchen leise. Markus Fröhlich schmunzelte und gab dann das Kommando: "Wir fahren jetzt links und dann vom Schulhof auf den Gehweg." Gut, dass die Grundschüler schon gelernt hatten, wo links und rechts ist. am

© Mannheimer Morgen, Freitag, 03.01.2014 © Rittelmann


 

Sandhofen: 29 Aussteller präsentieren sich und verkaufen Schönes und Leckeres / Veranstalter sehr zufrieden mit Besucherzuspruch

Großer Zulauf für Adventsmarkt

Zwei Tage lang herrschte festliche Vorweihnachtsstimmung beim Adventsmarkt der Bürgervereinigung Sandhofen. Insgesamt 29 Aussteller hatten sich rund um das Denkmal formiert und die Besucher strömten an beiden Tagen bis in die Abendstunden auf den Adventsmarkt.

Schüler verkaufen für Ausflug

Sehr zufrieden mit ihren Einnahmen aus dem Plätzchenverkauf zeigten sich die Schüler der Sandhofen-Realschule. "Wir haben schon 500 Euro zusammen", erklärte Chiara Vogel. Achtklässler Ihsan Arslan war daher optimistisch: "Wenn wir noch ein paar der selbst gebastelten Holzkerzen verkaufen, übertreffen wir unsere kühnsten Erwartungen."

Mit den Einnahmen wollen die Schüler einen Ausflug ins Skilandheim finanzieren, erklärte die 14-jährige Sharon Uhrig. Der soll im kommenden Januar stattfinden, so der ein Jahr ältere Hayattin Sengün.

Ähnliche Ziele verfolgten auch die Mitglieder des Fördervereins der Gustav-Wiederkehr-Schule. "Alles, was wir an unserem Stand verkaufen, kommt den Kindern zugute", sagten die Schülermütter Verena Gröger und Elke Barth. Damit wolle man Projekte stemmen, die vom Schulbudget nicht mehr gedeckt würden.

In eine andere Richtung denken dagegen die Mitglieder des Nyota-Vereins. "Wir sind jetzt zum dritten Mal hintereinander dabei, und mit jeder verkauften Kartoffelsuppe unterstützen wir Waisenkinder in Westkenia", erklärte Janis Krziwanie.

Und so zogen auch die Veranstalter am Ende ein positives Resümee des zwölften Adventsmarktes, der ohne Zwischenfälle verlief.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 13.12.2013 Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls


 

 

Sandhofen: Traditionelle Weihnachtsbaumbeleuchtung der Bürgervereinigung / Niko-Lauf bringt Farbe in den Stadtteil

Rotmützen zieht es zum Stich

Ein großer Nikolaus und viele kleine. Beim Niko-Lauf durch Sandhofen wimmelte es nur so vor roten Mützen. Zum Schluss kamen alle am Stich zusammen.

Viele rote Mützen waren am Stich zusammengekommen, um gemeinsam den Advent zu feiern: eine große Menschenmenge mitten in Sandhofen, die zu zeigen schien, dass es in der kalten Finsternis draußen tatsächlich etwas gibt, was zum Verweilen einlädt.

Und sie hatte recht. Da war etwas: Ein eindrucksvoller Weihnachtsbaum stand dort am Stich, vom Fuß bis in die Spitze hinauf geschmückt mit goldenen Glocken, silberfarbenen Geschenkpaketen, roten und silbernen Kugeln. Daneben eine Krippe mit Heiliger Familie und den Heiligen drei Königen - überdacht von einem stilisierten Stall. Auf der Wand ein kurzer Gruß an die Vorübergehenden: "Frohe Festtage wünscht Ihre Bürgervereinigung."

Jüttner erinnert an Bedürftige

Die Bürgervereinigung Sandhofen (BVS) gibt Maria, Josef und dem Jesuskind also eine Herberge. Ein Zeichen, das auch der Vorsitzende der BVS, Egon Jüttner, in seiner Ansprache zum traditionellen Aufstellen und Beleuchten des Weihnachtsbaumes bedachte: "Das gemeinsame Warten auf Weihnachten wird verkörpert durch den Weihnachtsbaum, den wir heute beleuchten." Der stattliche Baum sei laut Jüttner auch ein Symbol für die Botschaft des Weihnachtsfestes, das vom Frieden auf Erden künde. "In der Weihnachtszeit denken wir auch an diejenigen Menschen, die ein schweres Schicksal zu tragen haben - als Kranke, als in Not Geratene, als Einsame."

Und dann wurde es Licht. Die Altrhein-Musikanten spielten einen Tusch, und eine Reihe von Liedern zur kalten Jahreszeit folgte. Dann war auch Zeit für den Nikolaus. Mit großen Schokoladennikoläusen wurden die Kinder der Kindertagesstätte Elstergasse erfreut. Zuvor hatten sie muntere Lieder wie "Holler, boller, Rumpelsack" und "Feliz Navidad" gesungen.

Die Jugend des Reit- und Fahrvereins Sandhofen bot indes frischgebackene Waffeln an, und selbstverständlich gab es auch Kinderpunsch und Glühwein, um sich die kalten Hände zu wärmen.

Und dann erklang plötzlich ein lautes, blechernes Läuten und schallendes Geklingel. Ein langer Zug von Kindern mit roten Mützen und weißen Bärten bewegte sich unter lauten "Hohoho"-Rufen auf den Stichplatz zu. Der Vorsitzende des Elternbeirats und Förderkreises der Gustav-Wiederkehr-Schule, Thorsten Hof, hatte als Nikolaus die Führung des zweiten Sandhöfer Niko-Laufes übernommen und las am Stich ein Gedicht über Knecht Ruprecht vor. Natürlich bekamen auch die eifrigen Läufer einen Schokoladen-Nikolaus geschenkt.

Dazu spielten die Altrhein Musikanten "Go, Tell It On The Mountain" und "Rudolph, The Red Nosed Reindeer". Die Eltern freuten sich über ihre neugierigen Kinder und hielten währenddessen in Ruhe ein Schwätzchen. Der Brauch der Weihnachtsbaumaufstellung und -beleuchtung ist in Sandhofen eben überall etabliert und beliebt.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 06.12.2013 Von unserer Mitarbeiterin Astrid Mader


 

Sandhofen: Nikolaus-Aktion zur Weihnachtsbaumbeleuchtung

Schule sucht Rotröcke

Ein Nikolaus kommt selten allein - hoffentlich auch in Sandhofen.

Seit 21 Jahren ist die Weihnachtsbaumbeleuchtung der Bürgervereinigung Sandhofen nun schon feste Tradition im Stadtteil und deshalb soll die vorweihnachtliche Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder eine besondere Note erhalten. Aus diesem Grund lädt der Förderkreis der Gustav-Wiederkehr-Grundschule in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis "Gesellschaft und Soziales" der Bürgervereinigung dazu ein, sich am 30. November am "2.  Sandhofener Niko-Lauf" zu beteiligen.

Für eine Startgebühr von 5 Euro stellt der Förderkreis die obligatorische rote Mütze mit Bart. Wer noch die Mütze aus dem Vorjahr hat, kann sich für 5 Euro zusätzlich mit einem Blinklicht ausrüsten oder für 2  Euro einfach so mitlaufen. Um 16.30 Uhr ist Treffpunkt im Schulhof, gegen 17 Uhr machen sich die Nikoläuse auf den Weg, um die Weihnachtsbaumbeleuchtung mit einem hoffentlich beeindruckenden Nikolaus-Chor zu bereichern. Dieses Jahr soll die 100-Teilnehmer-Marke fallen.

Der Erlös des Niko-Laufs kommt dem Förderkreis sowie einer vorweihnachtlichen Benefizaktion zugute. Anmelden können sich die künftigen Rotröcke noch bis zum 15. November jeweils zwischen 9 und 12 Uhr im Sekretariat der Gustav-Wiederkehr-Schule (Kriegerstraße 28, Telefon 0621/77 11 50). Die Startgebühr muss gleich entrichtet werden, damit die Mützen und Blinklichter bestellt werden können. th

© Mannheimer Morgen, Freitag, 08.11.2013


 

Besuch der KZ- Gedenkstätte Sandhofen mit Wolfgang Thierse

Veröffentlicht am 23.07.2013 von Stefan Rebmann

Zu einem besonderen war der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Wolfgang Thierse, nach Mannheim eingeladen. Auf dem Programm stand ein Besuch der KZ- Gedenkstätte in der Gustav Wiederkehr- Schule Sandhofen, die ich von Anbeginn unterstützt habe.

Dort wird seit 1990 eine Dauerausstellung präsentiert, die an das 1944 an diesem Ort eingerichtete Außenlager des KZ Natzweiler und das Leid der KZ- Häftlinge erinnert, die als Zwangsarbeiter in Mannheimer Betrieben eingesetzt wurden.

Aus einer fast 10- jährigen Kooperation zwischen der Gedenkstätte und dem „Netzwerk für Demokratie und Courage e.V.“ mit dem Schirmherrn Wolfgang Thierse ist der „Projekttag KZ- Gedenkstätte Sandhofen“ für Schüler der 9. Klassen hervorgegangen. Anlass für zwei Netzwerk- Mitarbeiter, den Besuchern einen solchen Projekttag vorzustellen, bei dem die Jugendlichen vieles über den Alltag der KZ- Häftlinge erfahren, indem sie deren Wege durch Sandhofen nachverfolgen, einen Film über die Überlebenden sehen und sich mit der nationalsozialistischen Geschichte der Schule und der Entstehung der Gedenkstätte auseinandersetzen.

Thierse zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit von Schule und Gedenkstätte, sah sich als Schirmherr aber auch mit Klagen der Courage- Aktiven über mangelnde finanzielle Unterstützung der Projekttage konfrontiert, die für den Verein Gedenkstätte und den Stadtjugendring Mannheim ein Verlustgeschäft bedeuten, da die Mittel aus dem Landesjugendplan nicht ausreichten, erklärte Geschäftsleiterin Karin Heine.

Durch die Ausstellung führte anschließend Hans- Jochen Hirsch vom Stadtarchiv Mannheim, das die Gedenkstätte gemeinsam mit dem Stadtjugendring betreut.

Die Schulleiterin der Gustav- Wiederkehr- Schule Sibille Krappel informierte die interessierten Politiker über ein Pilotprojekt, das im neuen Schuljahr startet und Schülern der 4. Klassen den nationalsozialistischen Hintergrund der Schule näherbringen soll. Ein Einstieg soll über das Thema der Zivilcourage versucht werden.


 

Sandhofen: Schulfest der Gustav-Wiederkehr-Schule versetzt Kinder und Eltern zurück ins Mittelalter

Ritterspektakel begeistert

Von unserer Mitarbeiterin Angelika Engler

Die Gäste des Schulfestes der Gustav-Wiederkehr-Schule dürften sich schon beim Betreten des Schulhofes in die Ritterzeit zurückversetzt gefühlt haben. Da waren der kleine Ritter, der Minnesänger und die Burgfräuleins - in Verkleidung zwar, jedoch wegen der Verletzungsgefahr ohne die dazugehörigen Waffen.

Vor allem den Kindern war anzumerken, dass sie das in diesem Jahr ausgesuchte Thema mochten. Mit einer "Proklamation" eröffnete Schulleiterin Sibille Krappel das Ritterspektakel an diesem Nachmittag und lud gleichzeitig zur Reise zurück ins Mittelalter ein.

Angekündigt als Minnesänger trugen zunächst die Kinder der Klasse 3c Lieder vom Ritter Rost vor. Diese hatten sie gemeinsam mit Lehrerin Petra Bernard einstudiert. Auf der Bühne führte dann das gesamte Kollegium das Theaterstück "Der namenlose Ritter" auf. Rektorin Sibille Krappel schlüpfte dabei in die Rolle der Prinzessin Eleonora, die in einem Kampf einen Ritter schlägt. Die Rolle ihres Vaters, des Königs, hatte Konrektor Florian Hildenbrand inne. Die Kinder erfreuten sich an der Aufführung und zeigten mit viel Applaus, dass sie mit der darstellerischen Leistung ihrer Lehrer zufrieden waren.

"Echte" Ritter liefern Schaukampf

Einer der Höhepunkte beim sehr gut besuchten Schulfest war sicherlich das Spektakel mit "echten" Rittern vom Drachenvolk Lindenfels/Odenwald. Sie präsentierten mit ihren Schaukämpfen das Mittelalter zum Anfassen. Am späten Nachmittag sorgte dann sogar noch ein Feuerspucker für die Unterhaltung der großen und kleinen Gäste.

Doch nicht nur an den Vorführungen der Profis konnten sich die Kinder begeistern. Janis und Felix Krziwanie, die sich als Hobby dem Mittelalter verschrieben haben, brachten den Kindern den ganzen Tag geduldig bei, wie sie richtig mit Pfeil und Bogen umgehen. Der sieben Jahre alte Noah Finn Winkler war einer der Glücklichen, traf.

Die kleinen Burgfräuleins schmückten indes ihre Köpfe mit einem Blumenkranz, den sie sich in der Bastelecke selbst mit Papierblüten in verschiedenen Farben zusammengestellt hatten.

Eltern helfen beim Verkauf

Den Förderkreis der Gustav-Wiederkehr-Schule unterstützten die ehemalige Konrektorin Monika Wettach sowie Religionslehrerin Edeltraud Schmitt mit dem Verkauf von Tassen und Shirts mit dem aufgedruckten Emblem des guten Geists der Schule, Gustav.

Die Kinder, das sah man ihnen an, hatten ihren Spaß. "Mir hat alles gut gefallen. Besonders das Erbsenschlagen und das Schießen mit Pfeil und Bogen", sagte der siebenjährige Tim Duschka. Die Eltern der Schüler stellten sich an diesem Tag hinter die Verkaufsstände von Essen und Getränken.

Auch in dem im Schulhaus untergebrachten Café halfen sie mit. Rektorin Sibille Krappel dankte ihnen für ihre Hilfe und den vielen Gästen für ihr Kommen, obwohl die hochsommerlichen Temperaturen eigentlich einen Gang ins Schwimmbad nahegelegt hätten.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 17.07.2013


 

Schönau: Lesewettbewerb in der Stadtteilbibliothek

Matthias und Ellen überzeugen

Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls

Zurücklehnen und auf seine alten Tage entspannen, das ist für Erwin undenkbar. Viel zu sehr hält ihn seine wilde Meute auf Trapp. Von einem Abenteuer ins nächste taumelt die Familie der Erdmännchen. Überraschende Wendungen in der Kindererzählung gibt es genug, und die Identifikation mit den putzigen Helden fällt nicht schwer.

Die Geschichten um das Erdmännchen Erwin von Ian Whybrow dienten jedenfalls auch 2013 als packende Vorlage für alle Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs der Schönauer Stadtteilbibliothek. Dort hatte sich mit zahlreichen Eltern jede Menge Publikum eingefunden, um die Leistungen des Nachwuchses zu begutachten. Während es in der Buchvorlage drunter und drüber geht, hieß es für die Mädchen und Jungen volle Konzentration, um von der Jury die volle Punktzahl zu erhalten. "Auch in diesem Jahr werten bei uns die Juroren in den Kategorien Aussprache, Betonung und Fehler", wie Elisabeth Weingärtner berichtete. Zudem solle der Nachwuchs beim Lesetempo aufpassen, erklärte die Leiterin der Bücherleihe.

Es galt, sich für das große Stadtfinale der Volksbank Rhein-Neckar am 8. Juli zu qualifizieren, um sich dort mit den besten Lesern der anderen Mannheimer Grundschulen zu messen. "Wir sortieren natürlich zwischen den dritten und vierten Klassen mit unterschiedlichen Anforderungen", betonte Weingärtner.

Die Schülerinnen und Schüler kamen wieder aus dem gesamten Mannheimer Norden. So hatten nicht nur die Alfred-Delp-Schule aus der Gartenstadt und die Friedrich-Ebert-Schule vom Waldhof ihre eifrigsten Leseratten ins Rennen geschickt. Auch die Schönauschule, die Gustav-Wiederkehr-Schule aus Sandhofen sowie die Hans-Christian-Andersen-Schule waren mit ihren Talenten vor Ort. Lesepatin Johanna Schmidt, Judith Gehrig vom Sponsor Volksbank Rhein-Neckar sowie die Leiterin der Stadteilbibliothek Sandhofen, Cordula Kiel, spitzten die Ohren.

Höhere Anforderungen

Am meisten wusste Matthias Buchler das Trio zu beeindrucken. Als Vertreter der Alfred-Delp-Schule sicherte sich der Drittklässler den ersten Platz vor Lennert Schei (Gustav-Wiederkehr-Schule) und Leudon Grezda (Hans-Christian-Andersen-Schule). Einen Tag später traten die Vertreter der vierten Klassenstufe an. Die Ansprüche wuchsen, und als Vorlage gab es wieder einen codierten Text, den es clever zu vervollständigen galt. Eine alte Bekannte sicherte sich hier die beste Bewertung. Ellen Völker von der Alfred-Delp-Schule hatte sich bereits 2012 als Gewinnerin beim Wettbewerb der dritten Klassen auf der Schönau durchsetzen können und war auch später beim Stadtentscheid in ihrer Altersklasse erfolgreich gewesen. In diesem Jahr folgten der Viertklässlerin aus der Gartenstadt Laurin Zahnleiter (ebenfalls Alfred-Dep-Schule) und Emilia Boksan (Hans-Christian-Andersen-Schule).

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 26.06.2013


 

Leseprojekt: Tierischer Abschluss in der Zehntscheune

Fest auf vier Pfoten

Lampertheim. Weder Wolfsgeheul noch Hundegebell wären an den Lärmpegel herangekommen, der am zum Abschluss des Projekts "Lesen im kleinen Dreieck" in der Zehntscheune herrschte. Hier hatten sich nicht nur Lampertheimer Kinder versammelt, sondern auch Schüler aus Mannheim-Sandhofen und Bobenheim-Roxheim, die gemeinsam mit Eltern und Lehrern den Abschluss der Bücherei-Aktion mit einem großen Fest feierten.

Während der Projektwochen hatten sich insgesamt 20 Klassen auf ganz unterschiedliche Arten mit dem Thema "Auf vier Pfoten - Hund, Wolf, Werwolf" beschäftigt. Sie besuchten Lesungen und Vorführungen, bastelten und knobelten.

Erster Stadtrat Jens Klingler freute sich über die gelungene interkommunale Zusammenarbeit der drei Bibliotheken aus drei Bundesländern und überreichte den Siegern des Kreuzworträtsel-Wettbewerbs Buchpräsente. Kinder aus verschiedenen Klassen hatten die Programmpunkte vorbereitet. Die 3a der Goetheschule berichtete von ihrem Besuch im Tiergarten Worms und von der Lesung mit Autor Andreas Schlüter, der sein Buch "Der Werwolf und ich" vorgestellt hatte. Die 4c der Schillerschule war mit ihrem Lesehund Urs gekommen und zeigte, wie man ihn richtig an der Leine führt. Eine Klasse aus Mannheim-Sandhofen spielte eine kurze Szene von Wolf Walter, der eine Freundin sucht, und sang das Lied "Zwei kleine Wölfe".

Im Saal der Zehntscheune hatten die verschiedenen Klassen Stände aufgebaut, um ihre Arbeiten zu dem Thema zu präsentieren. Manche hatten Wölfe modelliert oder Hunde aus Pappmaché geformt. Andere hatten in Schuhschachteln als Schaukasten das Märchen Rotkäppchen nachgebaut und Pfotenabdrücke gegossen. Informationen über Wölfe in Deutschland gab es vom ehrenamtlichen Wolfsbotschafter des NABU, Alexander Gebhardt.

Im Hof hatte die Stadtjugendpflege ein großes Mitmach- und Bastelprogramm vorbereitet. Wer den ganzen Parcours bewältigt hatte, bekam sogar ein Diplom. Und die Mitglieder des Katholischen Kirchenmusikvereins bewirteten große und kleine Besucher mit Brezeln, Kuchen und Getränken.

Jury prämiert die besten Arbeiten

Auch Hundeerziehungsberater Holger Schüler war wieder mit von der Partie und zeigte mit seinen beiden Vierbeinern eine tolle Show. Viel Beifall gab es, als seine Berner Sennenhündin Siska sogar Ballett vorführte.

Eine Jury aus Schülern durfte die besten Klassenbeiträge auszeichnen - jedoch fiel die Wahl angesichts der vielen tollen Arbeiten nicht leicht. Letztendlich hatten die Klasse 3c der Rheinschule aus Bobenheim-Roxheim, die 3a der Gustav-Wiederkehr-Schule aus Mannheim-Sandhofen sowie die Kooperation aus Klasse 3b und 4b der Lampertheimer Schillerschule die Nase vorn. Sie alle und durften sich über einen "Wolf im Schafspelz" mit 100 Euro für die Klassenkasse freuen. Ja

© Südhessen Morgen, Montag, 10.06.2013


 

Schüler zeigen ihr Können auf zwei Rädern

Dass sie die Prüfung mit ihren eigenen Fahrrädern wichtig nahmen, merkte man den Kindern der Gustav-Wiederkehr-Schule in Sandhofen und der Schönauschule an. Gespannt warteten sie beim ADAC-Fahrradturnier auf die nächste von insgesamt acht Prüfungsaufgaben.

Richtig anfahren und über ein Spurbrett steuern oder den Parcours aus lauter hochkant aufgestellten Holzklötzchen fehlerfrei zu bewältigen - all das galt es zu meistern. Auch die Fahrt über ein Schrägbrett, der Slalomparcours oder der Bremstest gehörten zu den Aufgaben, die für manche Kinder schwieriger als erwartet waren. Beim Spurwechsel mussten gleich mehrere Dinge wie Gegenverkehr und die richtigen Handzeichen beachtet werden.

Damit die Kinder nicht ganz unvorbereitet an dem Turnier teilnahmen, hatten die Pädagogen an den Schulen seit mehreren Wochen, teilweise auf schuleigenen Fahrrädern, Rollern oder Laufrädern geübt.

Doch bevor die Kinder der Gustav-Wiederkehr-Schule ihre Geschicklichkeit in dem Parcours zeigten, prüften Polizeihauptkommissar Robert Richter und Polizeihauptmeister Michael Lindauer, ob ihre Fahrräder auch verkehrssicher sind. Schulleiterin Sibille Krappel, war dann mit den Prüfungen der insgesamt 65 Kinder aus den vierten Klassen zufrieden. Die drei besten Jungen und Mädchen wurden mit Medaillen ausgezeichnet. Die goldenen Medaillen sicherten sich dabei Sharleen Mayer und Julien Meyers.

Auszeichnung für die Besten

Auch an der Schönauschule waren Lehrer und Betreuer des Turniers zufrieden. Insgesamt 180 Kinder aus allen vier Klassenstufen nahmen hier teil. Die drei Gruppenbesten der Jungen und Mädchen werden nach den Pfingstferien mit einer Medaille und einer Urkunde ausgezeichnet. Alle anderen Teilnehmer erhalten Sachpreise. eng

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 22.05.2013


 

Sandhofen: Roller-Aktion Gustav-Wiederkehr-Schule

Kinder bereiten sich aufs Radfahren vor

Rollender Unterricht für die Schüler der Gustav-Wiederkehr-Grundschule in Sandhofen: Damit die Schüler lernen, wie sie sich sicher mit ihren Rollern im Straßenverkehr bewegen, hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) der Schule vier Wochen lang 30 Tretroller zur Verfügung gestellt. Die Schule hatte dafür einen Unkostenbeitrag von 100 Euro zu zahlen.

Die vier Wochen wurden dann auch rege genutzt. Die Lehrer der ersten und zweiten Klassen sowie der Außenstelle der Bartholomäusschule brachten ihren Schülern bei, wie sie mit etwas Koordinationstraining ihr Gleichgewicht halten können und wie sie auf die Sicherheit im Verkehr zu achten haben.

"Kinder fahren immer früher Rad"

Für das Training wurde eigens ein Sicherheitsparcours mit einer Wippe, einem schräg stehenden Brett und eine "Huppelstrecke" aufgebaut. Diesen Parcours mussten die Kinder dann bewältigen.

Das Training mit dem Roller sei eine Vorstufe für das Fahrradfahren und fördere vor allem beim Halten des Gleichgewichtes die Sinne, sagte Markus Fröhlich vom ADFC. "Kinder fahren heute immer früher Fahrrad, oft jedoch, ohne dass sie ihr Rad im Straßenverkehr richtig beherrschen. Das Lernen mit dem Tretroller ist daher sehr wichtig, so Fröhlich weiter.

Abschlussfahrt zum Damm

Den Kindern machte das Rollerfahren in jedem Fall sichtlich Spaß. Trotzdem waren sie jedoch auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit bei der Sache. Konzentriert nahmen sie an dem Fahrtraining teil, und stolz zeigten die Grundschüler, wie gut sie das in vier Wochen Erlernte bereits umsetzen können.

Die Abschlussfahrt führte sie dann von der Schule bis zum Hochwasserdamm. Wie zuvor gelernt fuhren die kleinen Rollerfahrer mit ihren Gefährten vorbildlich auf dem Gehweg. eng

© Mannheimer Morgen, Freitag, 12.04.2013


 

Stadt und Diakonie kooperieren

Eltern gemeinsam bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen, ist Ziel einer Kooperation von Stadt und Diakonie. An Grundschulen bietet die Diakonie seit dem Schuljahr 2011/2012 im Auftrag der Stadt Betreuungsplätze an. Das Pilotprojekt begann an zwei Schulen und hat sich inzwischen auf sieben Einrichtungen ausgeweitet. Dort betreuen 35 Eltern und in Erziehung erfahrene Personen, die der Schulleitung und den Lehrern bekannt sind, aktuell rund 150 Kinder.

Fast alle Betreuer sind Schulkind-Eltern, so dass eine enge Verbindung zur Schule besteht. Die Betreuung findet von 7.30 bis 9 Uhr und von 11.30 bis 14 Uhr statt, teilweise bis 15 Uhr und mit Mittagessen.

Rückmeldung bis zum 31. Januar

Bis zum 31. Januar sollen sich Eltern, die einen Betreuungsplatz bereits beantragt haben, über das Meldesystem der Stadt (MeKi) zurückmelden und drei Wunsch-Einrichtungen nennen. Wer für sein Kind eine Betreuung in einer der Diakonie-Gruppen wünscht, sollte auf dem Rückmeldebogen den Zusatz "Diakonie" angeben. Die Diakonie bietet Betreuungsplätze an folgenden Schulen an: Käfertalschule und Albrecht-Dürer-Schule, Gustav-Wiederkehr-Schule in der Zweigschule Bartholomäusschule (Sandhofen), Friedrich-Ebert-Schule (Waldhof), Alfred-Delp-Schule (Gartenstadt), Brüder-Grimm-Schule (Feudenheim) und in der Johann-Peter-Hebel-Schule (Neuhermsheim). red

© Mannheimer Morgen, Freitag, 25.01.2013


 

Florian Hildenbrand ist Konrektor an der Gustav-Wiederkehr-Schule

SANDHOFEN. Der 31-jährige Florian Hildenbrand kehrt als Lehrer und neuer Konrektor der Gustav-Wiederkehr-Schule zurück an die Stätte, wo seine Schullaufbahn begann.
Er unterrichtet nun in dem Klassenzimmer seine Klasse 3c, in dem er selbst schon als Schüler saß, das Zimmer 116 im ersten Stock.

Nach vier Jahren Waldhof-Grundschule, Außenstelle Luzenberg, nutzte er die Chance, bewarb sich auf die ausgeschriebene Konrektoren-Stelle, bekam sie auch und ist nun seit August diesen Jahres wieder an seiner alten Schule in Sandhofen, und das als einziger Mann. „Ich wurde nett aufgenommen und fühle mich angekommen“, lächelte der sympathische junge Mann, der am 30. Juli stolzer Vater des kleinen Felix geworden ist. Hildenbrand unterrichtet Mathe und besonders gerne Sport, denn sportlich ist er. Als Jugendlicher hat er bei der Spielvereinigung Sandhofen Fußball gespielt, jetzt organisiert er den Lehrersport und schulübergreifend wird Basketball gespielt. Da Hildenbrand sich auch gut mit Computern auskennt, ist er der EDV-Netzwerker der Schule. Gut, dass im Sommer die Schule neu verkabelt wurde. Das Schulamt hat 22.000 Euro zur Verfügung gestellt und hierfür wurden alle Klassenzimmer angeschlossen und neue Rechner angeschafft; den Neuen freut das ganz besonders. schi

© Nord-Nachrichten, .12.2012


 

Spende für „MM“-Aktion

Der Förderkreis der Gustav-Wiederkehr-Grundschule konnte sich beim "1. Sandhofener Niko-Lauf" über äußerst positive Resonanz freuen. Am Ende hatten sich 190 große und kleine "Nikoläuse" für den Umzug angemeldet. Einen Teil der eingenommenen Startgebühren spendete der Förderkreis nun der "MM"-Aktion "Wir wollen helfen", die sich über 125 Euro freuen durfte. Der Rest der Startgelder wird für Projekte in der Schule verwendet. Wegen des Erfolgs soll es auf jeden Fall eine Neuauflage geben: "Der 2. Sandhofener Niko-Lauf ist fest im Kalender für 2013 vorgesehen", sagte der Förderkreis-Vorsitzende Thorsten Hof. "Dann peilen wir natürlich die 200er-Marke an." zg

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 19.12.2012


 

Neues von der Gustav-Wiederkehr-Schule

SANDHOFEN. Das Kurpfälzer Kammerorchester tourt in Mannheim ohne Gage von Schule zu Schule, um den Kindern und Jugendlichen die klassische Musik näher zu bringen. Zwei Konzerte, die jeweils eine dreiviertel Stunde dauerten, besuchten deshalb die Klassen eins bis vier der Gustav-Wiederkehr-Schule. Die Schüler waren begeistert von dem ungewohnten Musikunterricht. Ein Aha-Erlebnis war es für viele, als zum Beispiel Melodien aus „Peter und der Wolf“ erklangen. Den Wolf, auf dem Fagott gespielt, erkannten viele der Kinder, die das Märchen bisher nur von der heimischen CD kannten. Besonders die Mädchen waren von der mitwirkenden Tänzerin begeistert. Nach dem konzertanten Teil löcherten die Schüler die Musiker. Fragen zu den Instrumenten wurden ausführlich beantwortet, und ganz besonders toll fanden die kleinen Zuhörer, dass sie die Musikinstrumente auch anfassen durften. So macht der Musikunterricht riesigen Spaß. schi

© Nord-Nachrichten, 27.11.2012


 

Schule sucht Rotröcke

Ein Nikolaus kommt selten allein - hoffentlich auch in Sandhofen.

Seit 20 Jahren ist die Weihnachtsbaumbeleuchtung der Bürgervereinigung Sandhofen nun schon feste Tradition im Stadtteil und deshalb soll die vorweihnachtliche Veranstaltung in diesem Jahr eine besondere Note erhalten. Dazu lädt der Förderkreis der Gustav-Wiederkehr-Grundschule in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis "Gesellschaft und Soziales" der Bürgervereinigung dazu ein, sich am 1. Dezember am "1. Niko-Lauf" zu beteiligen.

Für eine Startgebühr von 5 Euro stellt der Förderkreis die obligatorische rote Mütze mit Bart. Rote Mäntel, Handschuhe und Säcke dürfen gerne mitgebracht werden. Um 16.30 Uhr ist Treffpunkt im Schulhof, danach machen sich die Nikoläuse auf den Weg, um die Weihnachtsbaumbeleuchtung mit einem hoffentlich beeindruckenden Nikolaus-Chor zu bereichern.

Der Erlös des Niko-Laufs kommt dem Förderkreis sowie einer vorweihnachtlichen Benefizaktion zugute. Anmelden können sich die künftigen Rotröcke unmittelbar nach den Herbstferien zwischen dem 5. und 9. November, jeweils zwischen 9 und 12 Uhr im Sekretariat der Gustav-Wiederkehr-Schule (Kriegerstraße 28, Telefon 0621/77 11 50). Die Startgebühr muss gleich entrichtet werden, damit die Mützen bestellt werden können. th

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 31.10.2012 


 

Sandhofen: Sponsorenlauf der Gustav-Wiederkehr-Schule

Rennen für neue Wand

Mit Begeisterung liefen die Schüler Runde um Runde.

© eng

Ihr Ziel haben die Schüler der Gustav-Wiederkehr-Schule in Sandhofen in jedem Fall erreicht. Beim Sponsorenlauf auf dem DJK-Sportplatz konnten sie Geld einnehmen, um die Wand zwischen der Schule und dem Kinderhaus zu sanieren und farblich neu zu gestalten.

Aber nicht nur die Wand kann erneuert werden. Schulleiterin Sibille Krappel überreichte Barbara Widmann von der Caritas für die Kontakt- und Beratungsstelle "Kind und Kegel" auf der Schönau zusätzlich eine Spende von 250 Euro.

Insgesamt 320 Grundschüler hatten im Rahmen der Bundesjugendspiele an dem Rennen teilgenommen. Für jede erreichte Runde zahlten die Sponsoren jeweils mindestens einen  Euro, wobei die erste Runde "Kind und Kegel" zugutekam. "Bei der Auswahl, wer mit einer Spende von dem Sponsorenlauf bedacht werden soll, war eine Institution aus dem Mannheimer Norden für uns wichtig", so die Rektorin Sibille Krappel.

Auch der Vorsitzende des Förderkreises der Schule, Thorsten Hof, ging auf die Strecke und absolvierte 25 Runden, die speziell von der Gärtnerei Beier mit je fünf Euro gesponsert wurden. So kamen weitere 125 Euro zu der insgesamt vierstelligen Summe dazu.

Die Erstklässler, für die die Laufstrecke auf dem Sportgelände noch etwas zu lang war, zeigten ihren sportlichen Einsatz auf dem Schulhof und umrundeten dort das Schulhaus. Die Lehrerinnen an Start und Ziel achteten dabei genau darauf, dass sich keines der Kinder übernahm.

Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler bei dem Sponsorenlauf seien bemerkenswert, sagte Rektorin Krappel im Nachhinein stolz über ihre Schüler. 

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 01.08.2012


 

Sponsorenlauf der Gustav-Wiederkehr-Schüler

Eleternbeiratsvorsitzender Thorsten Hof dreht unverdrossen seine Runden.

SANDHOFEN. Im Rahmen der Bundesjugendspiele starteten Schülerinnen und Schüler der Klassen 2-4 zu einem Spendenlauf. Für jede beendete Runde um den DJKSportplatz erliefen die Kinder jeweils einen Euro. Hierfür hatten die Läufer zuvor Sponsoren gesucht die bereit waren zu spenden; oftmals waren es die Eltern und Großeltern die hierfür gerne in den Geldbeutel griffen.

Alle Kinder liefen mit großer Begeisterung und manchmal mussten sie aus dem Rennen genommen werden da sie in ihrer Euphorie ihre eigenen Kräfte überschätzten. Die neunjährige Celin Baitinger und dem gleichaltrigen Justin Keller hat es, wie allen Teilnehmern auf jeden Fall riesigen Spaß gemacht.

Anhand einer Stempelkarte konnte dann ersehen werden, wie viele Runden die Kinder gelaufen sind. Die erlaufene Endsumme, das heißt die Spendensumme, wird zum Teil für die Verschönerung der Außenwand zum städtischen Kinderhaus und für die Organisation „Kind und Kegel“ verwendet werden.

Laufkräftig unterstützte der Elternbeiratsvorsitzende Thorsten Hof den Spendenlauf. Er umrundete in einer Stunde 25 Mal den Sportplatz; gesponsert wurde Hof von der Firma Blumen Baier. Die Kinder, Lehrer, Eltern und Großeltern unterstützten Hof mit einer Laola-Welle. Die Schüler der 1. Klasse drehten ihre Runden, die kürzer ausfielen, um die Gustav-Wiederkehr-Schule.

Auch sie waren mit Begeisterung bei der Sache. Hierfür durften pro Runde 50 Cent gespendet werden. Insgesamt erliefen die Schülerinnen und Schüler 1.826 Runden. Den Rekord an Sportplatzrunden (Klassen 2-4) hält eine 3. Klasse mit 161 Runden, bei den Schulhausrunden (nur 1. Klassen) hat eine 1. Klasse 191 geschafft. schi

© Nord-Nachrichten, 13.07.2012


 

Sandhofen: Spendenlauf

Laufen für guten Zweck

Am Freitag, 22. Juni, findet bereits zum zweiten Mal der Sponsorenlauf der Sandhofener Gustav-Wiederkehr-Grundschule statt. Im Rahmen der Bundesjugendspiele gehen die GW-Schüler auf dem DJK-Sportplatz für die Mindestsumme von einem Euro pro 400 Meter wieder auf Rundenjagd.

Die erste Runde wird dabei für die Schönauer Beratungs- und Kontaktstelle "Kind und Kegel" der Caritas gelaufen, ab der zweiten Runde fließen die Sponsorengelder dann der Sanierung der Schulhofmauer zu. Geplant ist, die Wand neu zu verputzen und dann großflächig mit dem neuen Schul-Logo zu bemalen.

Für die einzelnen Schüler werden noch Sponsoren gesucht. Wer vorhat, einen Schüler zu sponsern, wird gebeten, sich per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an die Organisatoren zu wenden.

Bei einer entsprechenden Summe, die deutlich über dem Mindestsponsoring von einem Euro liegen sollte, besteht außerdem die Möglichkeit, dass Sponsoren den Förderkreisvorsitzenden auf die Strecke schicken. Das Höchstgebot zählt. zg

© Mannheimer Morgen, Freitag, 15.06.2012


 

Fehlerfrei beim Fahrradturnier

Um sich mit dem Fahrrad selbstständig sicher im Straßenverkehr bewegen zu können, standen in diesem Frühjahr auch für die Viertklässler der Gustav-Wiederkehr-Schule wieder zahlreiche Übungsstunden auf den Stundenplan. Ihr Können konnten die Grundschüler nun beim alljährlichen ADAC-Fahrradturnier unter Beweis stellen. Bei den Jungen glänzten Lewis Czerwonka, Angelo Orlando und Jonathan Simon, bei den Mädchen absolvierten Anja Semper, Zejneb Delalic und Sonja Kribogiannis den 200 Meter langen Parcours am besten. Insgesamt starteten 62 Schüler, die sechs Sieger haben nun die Gelegenheit, sich über die Stadt- und Landesmeisterschaften für das große Bundesfinale zu qualifizieren. th

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 30.05.2012


 

Wieder viele gute Geister

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr konnte nun die Mitgliederversammlung des Förderkreises der Gustav-Wiederkehr-Grundschule in Sandhofen zurückblicken. Durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Aktionen wie etwa den vor rund einem Jahr erstmals ausgetragenen Spendenlauf oder die Teilnahme am Adventsmarkt, hatte der gemeinnützige Förderverein wieder genug Geld in der Kasse, um zahlreiche Vorhaben zu unterstützen.

Auch 2012 steht dabei vor allem die Umgestaltung des Schulhofs im Mittelpunkt. Nach der Anbringung der bunten Stifte am Zaun in der Kriegerstraße hat sich mittlerweile aber auch im Schulhaus einiges getan: So nahm das Kollegium beim jüngsten pädagogischen Tag eifrig die Pinsel in die Hand, gestaltete die Treppenhäuser in einen Zahlen- und einen Buchstaben-Aufgang, und im Sekretariat prangt nun Schul-Maskottchen Gustav Geist in bunten Farben an der Wand.

Außenwand verputzen

Als nächstes Projekt soll nun die Außenwand zum städtischen Kinderhaus neu verputzt und mit dem Schul-Logo verschönert werden. Um hier die entsprechenden Mittel aufbringen zu können, setzt der Förderkreis auf die Neuauflage des Spendenlaufs, der am 22. Juni im Rahmen der Bundesjugendspiele gestartet wird. Die Grundschüler werden hier erneut Sponsoren suchen, die für eine Runde um den DJK-Sportplatz mindestens einen Euro springen lassen. Das Geld aus der ersten Stadionrunde soll laut eines Beschlusses der Schulkonferenz für einen guten Zweck gespendet werden, jede weitere Runde kommt dann direkt der Mauer-Sanierung im Schulhof zugute.

Bei den Neuwahlen setzte die Versammlung auf das bewährte Team um den 1. Vorsitzenden Thorsten Hof, neue Stellvertreterin ist die Rektorin Sibille Krappel. zg

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 30.05.2012


 

„Ziel ist, dass jedes Kind einen Platz hat“

Von unserem Redaktionsmitglied Eva Baumgartner

In Sandhofen sollen bis Juli 2013 vier neue Krippengruppen entstehen, eine in der Elstergasse 1 und drei weitere im Werner-Nagel-Ring.

©  dpa

In Sandhofen entstehen vier neue Krippengruppen. Die Bauarbeiten sollen noch im August 2012 beginnen und im Juli 2013 abgeschlossen sein, erklärte Christel Faller vom städtischen Fachbereich Kinder, Jugend und Familie während der jüngsten Bezirksbeiratssitzung im Bartholomäussaal, die CDU-Stadtrat Carsten Südmersen leitete.

 

"Alle Städte müssen bis August 2013 den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz erfüllen", so Faller. Mannheim sei gezwungen, bis dahin eine Versorgungsquote von 35 Prozent bei den bis Dreijährigen zu erreichen: "Das werden wir schaffen", sagte Faller. Stadtweit müssten 92 neue Krippengruppen geschaffen werden. Sandhofen sei dabei mit zwei Standorten vertreten.

Fläche im Neubaugebiet

In der evangelischen Tageseinrichtung (Elstergasse 1) entsteht eine neue Gruppe, am Standort Werner-Nagel-Ring 50 sei die Stadt zunächst von zwei neuen Gruppen ausgegangen, habe das Vorhaben allerdings zwischenzeitlich auf drei erweitert, da Planungen an anderen Standorten der Quadratestadt nicht verwirklicht werden konnten. "Wir haben dafür eine Fläche im Neubaugebiet reserviert, auf dem Grundstück wäre Platz für eine weitere Gruppe, wenn Bedarf da ist", erklärte Faller. Wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, habe man fünf Krippengruppen in Sandhofen, was einer Versorgungsquote von 25 Prozent entspreche: "Wir wissen, dass wir auch nach 2013 mehr als 35 Prozent brauchen, aber wissen noch nicht genau wo. Wir schätzen aber, dass dann auch in Sandhofen ein höherer Bedarf entsteht", sagte Faller.

Zum Thema Horte gab Helga Biemelt vom Fachbereich Bildung Auskunft. Im kommenden Schuljahr stehen 22 Kinder für das Betreuungsangebot der Verlässlichen Grundschule und 23 Mädchen und Jungen für den Hort der Gustav-Wiederkehr-Schule auf der Warteliste. "Dafür stehen uns drei Zimmer zur Verfügung. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder versucht, Räume zu finden", so Biemelt.

Plätze stark nachgefragt

Im kommenden Jahr stelle die Schulleitung einen Raum zur Verfügung, in dem die Diakonie voraussichtlich 20 Kinder bis 15 Uhr betreuen könne: "Die Situation entspannt sich", so Biemelt. Im Kinderhaus Sandhofen würden zwei Hortgruppen mit zusammen 40 Plätzen angeboten: "Die Plätze werden sehr stark nachgefragt und weiter angeboten", kündigte Biemelt an.

Bezirksbeirätin Jenny Bernack (SPD) erklärte, dass die Warteliste sehr lang sei: "Wir haben hier immer auf die Probleme hingewiesen, dass der Bedarf da ist, schade, dass sich die Sache jetzt so entwickelt hat." Hubert Becker (SPD) und die Rektorin der Gustav-Wiederkehr-Schule, Sibille Krappel, brachten das Lutherhaus als Standort ins Spiel, das seit einem Jahr zum Verkauf steht: "In dem Haus hätten alle Platz, nur die Finanzierung ist nicht leistbar. Wir brauchen eine Dauerlösung, und mit dem Lutherhaus muss dringend was passieren", so Krappel.

Martina Klein (CDU) erkundigte sich nach dem Neubau der Krippe und den Planungen dazu. Hierzu soll es einen Ortstermin mit der beauftragten GBG geben. Steffi Büttner (CDU) wollte wissen, ob im Werner-Nagel-Ring auch Kindergartenplätze eingerichtet werden können. "Es ist doch sinnvoll, die Krippe mit dem Kindergarten zu verbinden, sonst müssen sich die Kleinen im Kindergarten wieder umgewöhnen".

Keine Kapazitäten mehr

Faller erklärte, dass es in Sandhofen zu wenig Ganztagesplätze in Kindergärten gebe: "Die Kinder werden aber auf dem Luzenberg mitbetreut", so Faller. Trotzdem könne im Werner-Nagel-Ring keine Kindergartengruppe entstehen: "Wir konzentrieren uns auf unter Dreijährige". Auf dem Gelände sei zwar noch Platz für eine weitere Gruppe, im Kindergartenbereich sei jedoch nichts Neues geplant. "In ganz Mannheim gibt es keine Ausbaukapazitäten mehr, außer vielleicht in der Elstergasse. Mit 92 neuen Gruppen schaffen wir das nicht mehr im Kinderhaus-Prinzip". Klein wies darauf hin, dass man in drei Jahren sicher erneut vor Problemen stehe. Zum Bereich der Tagespflege erklärte Faller, dass es in Sandhofen (mit Scharhof) 18 Plätze gebe, auf der Schönau (mit Blumenau) zwölf.

Julian Marx (SPD) erkundigte sich nach den Vergabekriterien für Plätze: Faller erklärte, dass diese derzeit umgearbeitet würden, es jedoch klare rechtliche Regeln gebe: "Ziel ist, dass jedes Kind einen Platz hat. Nur bei den Horten besteht kein Rechtsanspruch." Die neuen Kriterien würden dem Gemeinderat im Sommer vorgelegt.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 16.05.2012


 

Sandhofen: Neue Einbahnstraßen-Regelung im Stadtteil / Linie 52 bedient ab Sommer auch die Groß-Gerauer Straße

Bus versorgt bald Neubaugebiet

Von unserem Mitarbeiter Jan-Hendric Bahls

©  jba

Die Frage der Einbahnstraßen dies- und jenseits der Schönauerstraße ist in Sandhofen ein lange und vieldiskutiertes Thema. Im Gasthaus "Zum Adler" gaben jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz drei langjährige Befürworter Antworten zu den neuen Verkehrsregelungen und den betroffenen Straßen.

 

Es habe zu dieser Problematik schon die eine oder andere Bezirksbeiratssitzung gegeben, meinte das Trio um Stadtrat Roland Weiß (parteilos), SPD-Bezirksbeiratssprecher Hubert Becker und den parteilosen Bezirksbeirat Gerhard Engländer. Letzterer hatte sich seit 2006 auch mit der Bürgerinitiative für die Umsetzung dieser erleichterten Verkehrsführung in den zum Teil engen Straßen des Stadtteils eingesetzt. Auch Becker war vor einiger Zeit mit einer Bürgerbefragung dem Thema auf den Grund gegangen.

Anbindung des Neubaugebietes

Die Buslinie 52 fährt ab Sommer 2012 vom Stich durch die Schönauerstraße, weiter in die Scharhoferstraße und zur Groß-Gerauer Straße, wo sich die neue Haltestelle befindet.

Die Scharhoferstraße wird dabei künftig zur Einbahnstraße.

Links in der Groß-Gerauer Straße gibt es einen weiteren Haltepunkt.

Am Ende der Groß-Gerauer Straße biegt der Bus in die Ausgasse ein und fährt vorbei am Gasthaus "Zum Adler".

Dann geht es weiter in die Kriegerstraße, die ebenfalls zur Einbahnstraße wird. Die Haltestelle liegt gegenüber der Gustav-Wiederkehr-Schule.

Von der Kriegerstraße fährt die Linie 52 zurück durch die Schönauer Straße und zum Stich.

Der Bus verkehrt in einem 30-Minuten-Rhythmus.

Neben der Kriegerstraße und der Scharhoferstraße könnten eventuell auch andere Straßen östlich der Schönauerstraße, wie beispielsweise die Taubenstraße, zu Einbahnstraßen werden. baum

Der Rücklauf sei gut gewesen, mit einer überwiegend einhelligen Zustimmung der Bewohner, wie Becker berichtete. Da nun die RNV ebenfalls die Realisierung von Einbahnstraßen an bestimmten Punkten der Verkehrsführung zur Bedingung gemacht hat, um das Neubaugebiet Groß-Gerauer Straße ab dem 10. Juli an den Öffentlichen Personen Nahverkehr anzubinden, "können wir nun Vollzug melden", sagte Weiß.

Entlang der Buslinie 52 werden ab den Sommermonaten die Scharhoferstraße und die Kriegerstraße zu Einbahnstraßen. Der Bus startet weiterhin von der Neuen Mitte "Am Stich", fährt durch die Schönauerstraße, nimmt dann aber die abbiegende Scharhoferstraße zur Groß-Gerauer Straße, wo sich dann direkt die neue Haltestelle befindet. Weiter geht es links in die Groß-Gerauer Straße, mittig liegt ein weiterer Haltepunkt.

Der Bus fährt bis zum Ende der Groß-Gerauer Straße und biegt dort in die Ausgasse ein. "Die ist zwar nicht so breit, aber dort muss ja auch ein Feuerwehrauto durchpassen", betonte Engländer. Deshalb klappe es auch mit dem 2,30 Meter breiten Bus, versicherte Roland Weiß. Zudem herrsche dort ja auch auf einer Straßenseite eingeschränktes Halteverbot, fügte Becker hinzu: "Das muss dann eben auch durchgesetzt werden."

Durch die Ausgasse geht es für den Bus vorbei am "Adler", wo er in die Kriegerstraße einbiegt. "Damit ist endlich auch der Bürgerdienst an den ÖPNV angebunden", freute sich Gerhard Engländer. Die Haltestelle dort liegt direkt gegenüber der Gustav-Wiederkehr-Schule. Der Bus fährt die Strecke in einem 30-Minuten-Rhythmus. Von der Kriegerstraße geht es durch die Schönauerstraße zurück zum Stich. "Das Neubaugebiet braucht die Anbindung, selbst wenn die Linie nicht kostendeckend genutzt wird", meinte Roland Weiß. Damit soll das Wohngebiet im Norden Sandhofens attraktiver werden.

Mit Erreichtem glücklich

Insgesamt profitierten die Verkehrsteilnehmer von der Einbahnstraßenregelung, glaubt das Trio. Irgendwann werde diese Möglichkeit sicherlich auch für die eine oder andere Straße östlich der Schönauerstraße ihre Anwendung finden, meinte Gerhard Engländer und nannte die Taubenstraße als Beispiel, wo es oft eng für die Autofahrer zugehe. "Aber wir sind jetzt mit dem Erreichten erst einmal glücklich", erklärte Hubert Becker.

Lange habe man dafür gestritten. "Manchmal muss man eben dicke Löcher bohren, um erfolgreich zu sein", wie der SPD-Bezirksbeiratssprecher noch einmal deutlich machte.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 18.04.2012


 

Sandhofen: Sibille Krappel als Rektorin der Gustav-Wiederkehr-Grundschule in ihr Amt eingeführt / Kollegium und Schüler gestalten Programm

„Kapitänin“ bringt frischen Wind

Von unserer Mitarbeiterin Angelika Engler

© eng

Biene, Marienkäfer und ein kleiner, noch im Winterschlaf liegender Bär führten als Frühlingsboten durch das festliche Programm bei der Amtseinführung von Sibille Krappel als Rektorin der Gustav-Wiederkehr-Schule. Konrektorin Angelika Viergutz begrüßte die Gäste - unter Ihnen Vertreter aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und den Kirchengemeinden - in der festlich geschmückten Turnhalle. Die offizielle Amtseinführung nahm Petra Schmidt-Ullmann vom Staatlichen Schulamt Mannheim vor.

Schmidt-Ullmann zeichnete die neue Rektorin in Sandhofen mit den Titeln "Kapitänin auf dem Gustav-Wiederkehr-Schiff" und gleichzeitig auch als "Außenministerin" der Schule aus. Die Schulleiterin, so Schmidt-Ullmann, sei der Schlüssel zu einer guten Schule. Es sei auch nicht zum Nachteil, wenn man in diesem Beruf Manager-Qualitäten mitbringe. Weiter machte sie deutlich, wie hoch die Verantwortung sei, die ein Rektorenamt begleitet.

Obwohl Sibille Krappel ihr Amt schon seit einiger Zeit ausführt, konnte ihr erst jetzt, nach dem Ende des Sabbatjahres ihres Vorgängers Bruno Greiss, die Urkunde überreicht werden. Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb dankte Krappel, dass sie sich von den Anforderungen dieses Amtes nicht habe abschrecken lassen. "Es war eine Freude, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Sie sind mit Sicherheit die richtige Frau mit einem starken Nervenkostüm für diese Schule", führte Schulamtsdirektor a.D., Norbert Hefner, in seiner Rede aus. Der Elternbeiratsvorsitzende und Vorsitzende des Förderkreises der Schule, Thorsten Hof, bemerkte, dass der "frische Wind", der jetzt in der Schule weht, sich nicht nur an äußerlichen Dingen erkennen lasse. Sicher sei auch mit Gegenwind zu rechnen, und es gelte, das Rad festzuhalten.

In ihrer Rede dankte Krappel allen, die sie auf ihrem neuen Weg begleiten werden. Diese Veranstaltung, die das gesamte Kollegium mit den Schülern der Grundschule ausgerichtet hatte, zeige ihr, welch starke Mannschaft hinter ihr stehe. Ihr Dank richtete sich an das Kollegium wie auch an die Eltern der Schulkinder für ihre Offenheit und ihr Engagement: "Keiner kann alles, jeder kann etwas, aber gemeinsam schaffen wir alles."

Noch teilweise vor dem offiziellen Programm überreichten die geladenen Gäste Sibille Krappel ihre Gastgeschenke. Manfred Baumann, Direktor der Volksbank Sandhofen, überreichte ihr für die Verwendung in der Schule einen Scheck in Höhe von 250 Euro. Zwischen den Reden präsentierten sich die Kinder singend auf der Bühne: Biene, Marienkäfer und Bär - wegen der großen Textpassagen abwechselnd gespielt von Ann-Elen Au, Maxima Montenero, Chiara Ilg, Michelle Wolf, Lucas Kreuzer und Sam Knoop - führten weiter durch das Programm. Als bunte Vögel verkleidet verteilten Schulkinder singend Marienkäfer aus Schokolade an die Gäste der Festgesellschaft.

"Wer hat an der Uhr gedreht?" - mit diesem Lied, gesungen von der gesamten Lehrerschaft, überraschte das Kollegium seine neue Rektorin am Schluss der Feierlichkeiten. Zu einem Imbiss und gekühlten Getränken waren die Gäste bei den fast sommerlichen Temperaturen zum gelungenen Abschluss und zu persönlichen Gesprächen auf dem Schulhof eingeladen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 13.04.2012